Evangelische Meilensteine
Glockenturm in Königsdorf erhielt neue Spitze
- Der evangelische Glockenturm im Vordergrund, dahinter die katholische Kirche.
- hochgeladen von Peter Sattler
Die evangelische Pfarrgemeinde feiert in Königsdorf das hundertundeinjährige Bestehen des "Trutzturmes" an der Volksschule. Zu diesem Anlass wurde die Spitze des Turmes und der Hahn darauf frisch vergoldet und neu montiert.
KÖNIGSDORF (ps). Nachdem in der "Software" der Gemeindestrukturierung neue Zentren geschaffen wurden, arbeitete man auch an der "Hardware".
Der Trutzturm
!925 wurde an das Haus der evangelischen Volksschule, das auch als Bethaus diente, ein Glockenturm angebaut. Zuvor benutzten Katholische und Evangelische gemeinsam das Geläut der römisch Katholischen Dorfkirche.
Über das Wann und Wie des Läutens war man sich aber nach dem ersten Weltkrieg nicht einig, im Besonderen beim Erklingen der der Sterbeglocken. Man spricht es ungern aus, aber vor hundert Jahren sollten katholisch geweihte Glocken keine protestantische Seele begleiten. So fassten die Evangelischen den Beschluss, einen eigenen Glockenturm zu bauen.
Doris Marth kümmerte sich als Stellvertreterin des Kurators Kurt Löffler um die historische Aufbereitung und die feierliche Andacht im Schulhof. Pfarrerin Evelyn Bürbaumer, die nunmehr auch die Gemeinden Eltendorf und Königsdorf betreut, wusste die Symbolik, die hinter dem Wetterhahn auf dem Kreuz steht, exemplarisch hervorzuheben: Frisches Gold strahlte vor blauem Himmel bei untergehender Abendsonne weit über das Dorf hinaus.
In der Spitze wurde auch eine Zeitkapsel eingebaut, die eine aktuelle Königsdorfer Gemeindezeitung und eine Unterschriftenliste des Gemeinderates enthält.
Für eine echte Turmuhr reichte es bis jetzt noch nicht. Zwischen einem Alpha und einem Omega wurde in einen Stuckkreis vorläufig nur eine hineingemalt. Zweimal am Tag stimmt sie jedoch exakt.
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