15.10.2016, 17:09 Uhr

Feuerwehren übten Katastrophenszenarien

Feuerwehrmänner der FF Zahling beim Löscheinsatz

Großschadenslage in Jennersdorf galt als Übungsannahme


Das Bezirksfeuerwehrkommando Jennersdorf führte am 15. Oktober 2016 eine umfangreiche Übung des Katastrophenhilfsdienstes durch. Die einzelnen Szenarien der Übung wurden dabei im Raum der Stadtgemeinde Jennersdorf durchgeführt.

Übungsannahme:
Nach langer Trockenheit kommt es im Bereich Jennersdorf zu größeren Wald- und Flurbränden, wodurch es auch zu einem regionalen Stromausfall kommt. Aufgrund der nicht vorhandenen Stromversorgung entsteht massiver Treibstoffmangel.

Durch die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde (BH Jennersdorf) erfolgte eine erste Einschätzung der Lage. Die Behördenvertreter sind zum Entschluss gekommen für den Raum Jennersdorf Katastrophenalarm auszulösen.
Die Feuerwehr stellte für die Bewältigung der Großschadenslage drei KHD-Züge mit rund 35 Fahrzeugen und Spezialgeräten, sowie 210 Feuerwehrmitgliedern aus den Wehren des Bezirks zusammen. Weiter wohnen der Übung noch Kräfte des Roten Kreuzes und der Polizei bei.

Herausforderungen für die Feuerwehren:
Die Aufgabe der Feuerwehren war es die an mehreren Orten ausgebrochenen Brände unter Kontrolle zu bringen. Dazu war es notwendig eine 1.200 Meter lange Schlauchleitung von der Raab nach Laritzgraben zu bauen und einen Pendelverkehr mit den Tanklöschfahrzeugen einzurichten. Für den Wassertransport im unwegsamen Gelände wurden auch Güllefässer und Traktoren verwendet. Während der Übungsphase wurden dabei über 100.000 l Löschwasser gefördert. Zudem war die Tankstelle Schwarzer in Jennersdorf mit Strom aus Notstromaggregaten der Feuerwehren zu versorgen, damit Fahrzeuge und Pumpen ausreichend mit Treibstoff versorgt werden konnten.
Zur Bewältigung der Lage und als Unterstützung für den Bezirksführungsstab wurde erstmals auch eine neue Software eingesetzt, die es ermöglichte, komplexe Einsatzszenarien auf einer digitalen Landkarte darzustellen und die eingesetzten Kräfte in überschaubarer Weise zu koordinieren.

Der Referent für den Katastrophenhilfsdienst des Bezirkes Jennersdorf HBI Manfred BÄCK bedankte sich bei den teilnehmenden Feuerwehrkameraden und weiteren Einsatzorganisationen und konnte als Ehrengäste bzw. Übungsbeobachter begrüßen:

LH-Stv. Johann Tschürtz, LAbg. Ewald Schnecker, LAbg. Bernhard Hirczy, Bgm. Wilhelm Thomas, Bezirkshauptmann HR DDr. Hermann Prem, Bezirkshauptmann-Stv. Mag. Harald Dunkl, Landesfeuerwehrkommandant-Stv. LBDS Hans Hatzl, Bezirksfeuerwehrkommandant OBR Günther Pock, Bezirksfeuerwehrkommandant-Stv. BR Alfred Kloiber, Polizeiinspektionskommandant KI Siegried Jud.

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