Wiener Klimateam
15 Projekte machen die Josefstadt und Penzing lebenswerter
- v.l.n.r.: Jurymitglied aus Penzing, Alexandra Eichler, Bezirksvorsteherin in Penzing, Michaela Schüchner (SPÖ), Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ), Klubobfrau der Neos Wien, Selma Arapovic und Bezirksvorsteher in der Josefstadt, Martin Fabisch (Grüne), zeigen sich zufrieden.
- Foto: Sade Jerabek/MeinBezirk
- hochgeladen von Pia Rotter
Die vierte Runde des Wiener Klimateams wurde am Donnerstag, 2. Juli, im Rathaus abgeschlossen: 15 Projekte setzen künftig auf mehr Grün und eine höhere Aufenthaltsqualität in der Josefstadt und Penzing.
WIEN/JOSEFSTADT/PENZING. 850 Ideen, monatelange Beratungen und schließlich 15 ausgewählte Projekte: In der Josefstadt und in Penzing ist die vierte Runde des Wiener Klimateams abgeschlossen. Über die Umsetzung entschieden ausgeloste Bürgerjurys – mit dem Ziel, die beiden Bezirke lebenswerter zu machen.
Präsentiert wurden die Ergebnisse am Donnerstag, 2. Juli, im Rathaus. Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) betonte, dass die Bevölkerung den Prozess maßgeblich mitgestaltet habe. „Die Penzingerinnen und Penzinger und die Josefstädterinnen und Josefstädter haben uns mit rund 850 Ideen geholfen, wie man die Stadt verändern kann“, sagte er.
Grünes Foyer
In der Josefstadt wurden aus 222 Ideen acht Projekte ausgewählt. Für ihre Umsetzung stehen rund 500.000 Euro aus dem Bezirksbudget zur Verfügung. Ein zentrales Vorhaben ist das „Grüne Foyer der Musikschule Skodagasse“. Die derzeit stark vom Verkehr geprägte Straße soll im Zuge geplanter Umbauten deutlich aufgewertet werden. Vorgesehen sind ein verbreiterter Gehsteig, fünf großkronige Bäume, zusätzliche Sitzgelegenheiten sowie mehr Beschattung und Aufenthaltsqualität.
Josefstadts Bezirksvorsteher Martin Fabisch (Grüne) sagte: „Die Josefstadt hat mit 1,9 Prozent den geringsten Grünanteil.“ Von den acht Projekten gefallen ihm daher jene am besten, die mehr Grünraum schaffen. Besonders freut ihn die Umgestaltung der Skodagasse.
Umgestaltung Feilplatz
Auch in Penzing entschied sich die Bürgerjury für sieben Projekte. Dafür stehen rund zwei Millionen Euro aus dem Bezirksbudget bereit. Eines der größten Vorhaben betrifft den Feilplatz, der derzeit stark versiegelt und kaum begrünt ist. Durch Entsiegelung, zusätzliche Bepflanzung und eine höhere Aufenthaltsqualität soll der Platz attraktiver werden.
- Klimastadtrat Jürgen Czernohorszky (SPÖ) betonte, dass die Bevölkerung den Prozess maßgeblich mitgestaltet habe.
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„Das Klimateam ist ein großartiges Projekt. Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass man in Zeiten wie diesen extra Geld von der Stadt bekommt“, sagte Bezirksvorsteherin Michaela Schüchner (SPÖ). Überrascht habe sie, dass die Jury Projekte ausgewählt hat, auf die sie im Bezirksparlament gar nicht gekommen wäre. Außerdem sei es erfreulich, dass die Projekte gut über den Bezirk verteilt wurden.
Demokratische Strukturen
Für die Klubobfrau der Neos Wien, Selma Arapovic, zeigt das Klimateam, wie Bürgerbeteiligung funktionieren kann. „Es ist ein super tolles Projekt, das uns zeigt, wie wir demokratische Strukturen im Grätzl stärken können“, sagte sie. Gerade in der Josefstadt gehe es darum, das Mikroklima zu verbessern und möglichst viele Menschen davon profitieren zu lassen. „Fragt die Leute vor Ort, die wissen es am besten.“ Das Zusammenspiel zwischen Bevölkerung, Politik und Verwaltung sei „ein fruchtbares Miteinander“.
Wie der Beteiligungsprozess erlebt wurde, schilderte Jurymitglied aus Penzing Alexandra Eichler. „Es war eine total tolle Erfahrung“, sagte sie. „Kriterien festzulegen und das gemeinsam zu erarbeiten, war spannend. Wir haben alle viel gelernt und ich freue mich auf die Umsetzung.“
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