Josefstadt
30.000 Euro für nur einen Baum

Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP) mit Gemeinderat Heinz Vettermann (SPÖ) vor einem kürzlich gepflanzten Baum.
  • Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP) mit Gemeinderat Heinz Vettermann (SPÖ) vor einem kürzlich gepflanzten Baum.
  • Foto: BV8
  • hochgeladen von Larissa Reisenbauer

Durch eine Klimaförderung der Stadt Wien bekommt die Josefstadt 21 neue Bäume.

Die Josefstadt ist einer der kleinsten Bezirke Wiens. Daher sind das Problem mit ausreichend Grünflächen und Maßnahmen zur generellen Begrünung ständige Begleiter in der Bezirkspolitik.

Eine Wende im Kampf gegen die Asphaltflut kann die Josefstadt jetzt durch eine neue Klimaförderung der Stadt Wien einläuten: Durch die Erstattung von 75 Prozent der Kosten sind nun 21 neue Baumpflanzungen in Planung.

Was braucht ein Baum?

Die Pflanzung eines Baums in der Josefstadt ist kein Kinderspiel. Denn durch die starke Verbauung sind nicht nur die Möglichkeiten sehr gering, sondern es müssen auch mehrere Faktoren vorab geklärt werden: Befinden sich Rohre unter dem Asphalt? Verschwinden durch die Baumpflanzung Parkplätze? Und kann der Verkehr weiterhin fließen beziehungsweise sind die Zufahrtsmöglichkeiten für Einsatzfahrzeuge weiterhin gegeben? Erst wenn alle diese Fragen geklärt sind, kann die gewählte Fläche für eine Baumpflanzung freigegeben werden.

Darum werden nun vorerst verschiedene Standorte für die geplanten Bäume von der MA 28, dem Magistrat für Straßenverwaltung und Straßenbau, überprüft. Dafür ins Auge gefasst wurden die Strozzigasse, die Laudongasse, die Feldgasse, die Schlösselgasse, die Blindengasse, die Schönborngasse und die Lederergasse. Ein genauer Zeitpunkt dafür, wann die Besichtigungen abgeschlossen sind und die Bäume gepflanzt werden, ist derzeit noch nicht festgelegt. Vage wird von Spätherbst gesprochen.

Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert (ÖVP), Gemeinderat Heinz Vettermann (SPÖ) und der Vorsitzende der Bezirksentwicklungskommission, Michael Hemza (ÖVP), arbeiten jedoch gemeinsam an einer baldigen Umsetzung. "Dieses gute Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation kann ruhig Schule machen", freut sich Vettermann.

Gemeinsam für das Klima

Die Josefstadt legt bereits seit einigen Jahren den Fokus verstärkt auf den Klimaschutz und sagt den Hitzeinseln im Bezirk den Kampf an. Gemeinsam werden zahlreiche Veranstaltungen ausgerichtet, die auch die Anrainer zur Begrünung ihrer Eigenheime animieren sollen. Besonders beliebt sind die Spaziergänge durch versteckte Innenhöfe und Grünoasen, die Ideen zur Hof-, Dach- und Fassadenbegrünung liefern sollen. Dabei werden die Josefstädter auch um Vorschläge und Anregungen gebeten, die nachträglich auf ihre Umsetzbarkeit überprüft werden.

Gemeinsam hat man so seit dem Jahr 2013 insgesamt knapp 100 Bäume – die Kosten für einen belaufen sich auf ungefähr 30.000 Euro – im Bezirk nachgepflanzt. "Mit der Begrünung wollen wir für gute Luft und ausreichend Beschattung sorgen", erklärt Bezirkschefin Mickel-Göttfert.

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