Betreuung sei gefährdet
Reisewarnung sorgt im Pflegebereich für Unmut

Die Verunsicherung im Pflegebereich steigt wieder, denn zu den Ländern, aus denen die meisten 24-Stunden-Betreuerinnen kommen, gelten seit Donnerstag wieder Reisewarnungen.
  • Die Verunsicherung im Pflegebereich steigt wieder, denn zu den Ländern, aus denen die meisten 24-Stunden-Betreuerinnen kommen, gelten seit Donnerstag wieder Reisewarnungen.
  • Foto: leaf/panthermedia
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Unmut und Verunsicherung herrscht gerade im Pflegebereich: Denn die seit Donnerstag geltenden Reisewarnungen für Bulgarien und Rumänien treffen insbesondere 24-Stunden-Betreuerinnen. Alle Reisende aus diesen Ländern dürfen nur mit einem negativen Coronavirus-Test nach Österreich oder müssen eine zweiwöchige Quarantäne antreten wie meinbezirk berichtete.  

ÖSTERREICH. Nach Ankündigung der Reisewarnung am Dienstag von Seiten des Gesundheitsministeriums haben sich Betreuerinnen, Familien und Angehörige bei Vermittlungsagenturen gemeldet, ob man noch ohne Tests über die Grenze komme oder ob sich die Betreuerinnen wie gewohnt ablösen könnten. Kritisiert wird vor allem der geringe zeitliche Abstand zwischen Ankündigung und entsprechender Verordnung. Mangels Verordnung könne man eben keine konkrete Hilfe anbieten. „Wenn wir zwei bis drei Tage früher informiert gewesen wären, wäre das organisierter und ohne Probleme abgelaufen und man hätte den Angehörigen viele Sorgen erspart“, so Robert Pozdena, Obmann der Personenbetreuer in der WKNÖ gegenüber orf.at. Aus dem Gesundheitsministerium hieß es am Donnerstag, die Verordnung für diese Maßnahme sei gerade in Bearbeitung.

Gleiche Situation wie bei der ersten Krise?

Etwa ein Drittel der 24-Stunden-Betreuerinnen kommt aus Rumänien oder Bulgarien. Neben den Schwierigkeiten ob die Betreuung überhaupt aufrecht erhalten werden kann, stellt sich auch die Frage, "was passiert, wenn eine Personenbetreuerin in Österreich ist und Symptome kriegen würde und hier positiv auf Corona getestet würde?", fragte sich Mathias Kalb vom Diakoniewerk in Oberösterreich. Betreuungsorganisationen befürchten, dass es wieder zu einem ähnlichen Szenario kommen werde wie bei den Grenzschließungen. Man spreche sich deshalb für Testungen an der Grenze aus. So soll diese Berufsgruppe leichter zu ihrem Arbeitsplatz gelangen. 

Bis Donnerstag war es zudem noch nicht klar, wer die Tests bezahlen muss. Bei der ersten Krise mussten die Pflegerinnen die Tests selber bezahlen. Für den "Screening-Ausbau nimmt die Bundesregierung 200 Millionen Euro in die Hand, um vor allem im Pflegebereich zu testen. Am Rande einer Pressekonferenz am Donnerstag sagte Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) wegen der Reisewarnung der Regierung für Rumänien und Bulgarien werde geprüft, „wie ein gutes Testangebot“ für die 24-Stunden-Pflegerinnen „aussehen könnte“. Das "ist aber ein Gratisangebot".

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