HEIMAT=SHARING: Integration heißt aufeinander zugehen

Die Teilnehmer des Workshops mit den Projektleitern Hildegund Morgan (4.v.li.) und Siegfried Kristöfl (4.v.re.)
  • Die Teilnehmer des Workshops mit den Projektleitern Hildegund Morgan (4.v.li.) und Siegfried Kristöfl (4.v.re.)
  • Foto: Christian Schilcher
  • hochgeladen von Martina Weymayer

BEZIRK (wey). Zum Auftakt des Leader-Projektes "HEIMAT=SHARING" trafen sich Vertreter aus vier Gemeinden bei einem Workshop. Ziel dieses Projekts ist es, sichtbar und erlebbar zu machen, dass Integration ein wechselseitiger Prozess des aufeinander-Zugehens ist und Zuwanderung eine Chance für eine lebendige, zukunftsorientierte Region darstellt. In Kremsmünster, Bad Hall, Garsten und Sierning gehen einheimische Vereine und Einrichtungen auf Zugewanderte zu und entwickeln gemeinsam ein Kulturprojekt. Dadurch entstehen ein nachbarschaftlicher Dialog, ein näheres Kennenlernen und ein besseres Verständnis.

Aktivitäten in den Gemeinden

In Garsten treffen sich bereits seit einigen Monaten Goldhauben-Frauen mit Zugewanderten aus Syrien, Tschetschenien, Thailand, Afghanistan, der Türkei und Ungarn wöchentlich zu einer Nähwerkstatt. Sie nähen Taschen und andere Accessoires, die am Garstner Adventmarkt präsentiert werden. Die Bibliothekarinnen von Sierning und Neuzeug werden Persönlichkeiten einladen, die als "lebendige Bücher" aus ihrem Leben erzählen. In Bad Hall wird es eine Ausstellung im Forum Hall geben. In Kremsmünster zeigt man sich bei der Landesgartenschau 2017.

Ein Begleitteam moderiert die Aktivitäten und dokumentiert die Erfahrungen. Kulturelles Erbe wird zum Schlüssel der Identität, Teilen zur Haltung, Kultur zum wichtigen Integrationsfaktor. „Dabei erleben wir jedes Mal, dass unser wichtigstes Projektziel tatsächlich umgesetzt wird. Es ist nicht wichtig, woher jemand kommt, sondern es zählen die gemeinsamen Interessen und das Zusammenspiel der unterschiedlichen Fähigkeiten, sodass alle gleichberechtigt am gemeinsamen Ziel arbeiten“, freuen sich die Initiatoren Hildegund Morgan und Siegfried Kristöfl. "Die Teilnehmer des Treffens leisten schon jetzt Großartiges für die Integration. Sie sind Vorbilder in ihrer Offenheit und in ihrem Engagement und geben den Mitbürgern Vertrauen für den ersten entgegenkommenden Schritt."

Geleitet haben den Workshop Leader-Manager Christian Schilcher sowie die Projektleiter Hildegund Morgan und Siegfried Kristöfl.

Autor:

Martina Weymayer aus Kirchdorf

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