Juliputsch der Nazis forderte im Bezirk Tote
Kampf um den Pyhrnpass

<f>NS-Soldaten</f> 1938 vor dem Kalkofen. Im Jahr 1934 versuchten sich Zivilisten, teilweise vergeblich, in den Gasthof Kalkofen zu retten.
  • <f>NS-Soldaten</f> 1938 vor dem Kalkofen. Im Jahr 1934 versuchten sich Zivilisten, teilweise vergeblich, in den Gasthof Kalkofen zu retten.
  • Foto: Archiv des Heimat- u. Museumsvereines Windischgarsten
  • hochgeladen von Sarah Strasser

SPITAL/PYHRN. Schon am 25. Juli 1934 versuchten die Nationalsozialisten, obwohl sie seit über einem Jahr offiziell verboten waren, in Österreich die Macht zu übernehmen. Dabei drangen sie nicht nur ins Bundeskanzleramt ein und töteten Kanzler Engelbert Dollfuß. Sondern es wurde auch in Teilen Oberösterreichs, der Steiermark und Kärntens um die Macht gekämpft. Zu einem der Hauptkampfgebiete wurde der Pyhrnpass. Als am 25. Juli die Falschmeldung kam, dass die Regierung Dollfuß zurückgetreten sei, zogen Nationalsozialisten aus Liezen zum Pyhrnpass (es handelte sich dabei um den Sturmbann III Liezen, ein Teil der Obersteirischen SA-Standarte), um diesen zu besetzen. Nach wenigen Stunden war er eingenommen. Von der Spitaler Bevölkerung war bei der Besetzung niemand beteiligt.

Zivilisten wurden zu Opfern

Truppen aus Steyr, Enns und Wels wurden in die Pyhrnregion geschickt. Sie kamen am Morgen des 26. Juli am Bahnhof Spital an und machten sich sofort auf den Weg Richtung Pyhrnpass, um ihn freizukämpfen. Beim Kampf zwischen den Soldaten und den Nazis starben insgesamt elf Menschen, darunter auch eine schwangere Frau aus Spital, ihr fünfjähriger Sohn und zwei weitere Zivilisten, die noch versucht hatten, sich in den Gasthof Kalkofen zu retten.
Nach dem sogenannten "Juliputsch" wurde der illegale Nationalsozialismus auch in Spital noch stärker verfolgt. Ein Ortsschutz wurde in Spital stationiert und der Gendarmarieposten verstärkt. Viele der beteiligten Nazis waren allerdings schon ins Deutsche Reich oder ins Königreich Jugoslawien geflüchtet. Insgesamt forderte der Putschversuch in ganz Österreich mehr als 248 Tote.

Autor:

Sarah Strasser aus Kirchdorf

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