Klaus/Pyhrnbahn
Geplanter Verladebahnhof sorgt für Unmut

Werner Graßegger am geplanten Verladebahnhof.
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  • Werner Graßegger am geplanten Verladebahnhof.
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  • hochgeladen von Franz Staudinger

Eine Bürgerinitiative in Klaus macht mobil gegen geplantes Projekt der Firma Bernegger aus Molln.

KLAUS/PYHRNBAHN. Gegen den geplanten Ausbau der Bahnhaltestelle Klaus zum Containerverladebahnhof wehrt sich eine Bürgerinitiative. Eine Resolution mit mehr als 300 Unterschriften von Gemeindebürgern wurde dem Gemeinderat übergeben. Laut Werner Graßegger, Sprecher der Projektgegner, lehnen alle Fraktionen inklusive Bürgermeister Mayr die Pläne ab. Bis zu 80 Fahrten von 7 bis 13 Uhr am Tag mit 44 Tonnen schweren Lastwägen sind der Gemeinde laut Graßegger nicht zumutbar. "Wir fordern einen sofortigen Planungsstopp. Die Bahnhaltestelle liegt mitten im gewidmeten Wohnbaugebiet. Die einzige Zufahrtsmöglichkeit führt über eine Gemeindestraße, bei der es jetzt schon durch den Verkehr zu gefährlichen Situationen kommt. Die Straße dient auch als Geh- und Radweg, viele Kinder und Schüler sind unterwegs. Gar nicht zu sprechen von Staub und Lärm." Bürgermeister Rudolf Mayr von der SPÖ sagt: "Ich stehe zu hundert Prozent hinter der Bevölkerung. Wir sind sicher nicht Verhinderer der Wirtschaft, aber ein Wohnbaugebiet ist ein denkbar schlechter Platz für dieses Projekt. Ich werde mit Firmenchef Kurt Bernegger sprechen und ihn um Einsicht ersuchen."

"Ist nur ein Provisorium"

Florian Reithofer, Projektleiter der Firma Bernegger dazu: "Unser Ziel ist es, im Bereich Bahnhof Steyrling nach dessen Umbau – ab 2025 – einen Gleisanschluss zu errichten. Wir arbeiten schon mit Hochdruck an diesem Projekt, um den Umschlag dorthin zu verlagern. Bis dahin soll eine eingeschränkte Verladung am öffentlichen Ladegleis im Bahnhof Klaus stattfinden. Klaus ist ein Provisorium." Der Radweg auf der Zufahrtsstraße soll laut Reithofer abgegrenzt werden. "Natürlich legen wir ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit. Die Lkw werden in diesem Bereich auch mit maximal 15 km/h unterwegs sein. Wenn nötig, wird der Verladeplatz asphaltiert, um staubfrei zu bleiben. Für den Anrainer- und Sichtschutz, wie etwa eine Lärmschutzwand, werden wir sorgen."

Werner Graßegger am geplanten Verladebahnhof.
Die Zufahrtsstraße wird von Radfahrern und Schülern stark frequentiert, die Sicherheit ist laut Bürgerinitiative nicht mehr gegeben.


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