02.11.2016, 14:21 Uhr

"Wofür brenne ich?" – Erinnerungen an die Menschenkette über den Arlingsattel

(Foto: Edeltraud Angerer)

Im Rahmen des Herbstprogrammes „Wofür brenne ich?“ lud die Pfarre Spital am Pyhrn zu einer Gedenkveranstaltung ein.

SPITAL/PYHRN. Eva und Ernst Gössweiner gelang es, vor über 70 Interessierten nicht nur alte Erinnerungen wach zu rufen, sondern zu übermitteln, dass es auch heute wichtig ist gegen eine Gefahr aufzutreten, die man „weder sieht noch hört oder riecht“.

6000 Personen gegen Atommüll-Endlager im Bosruck

Obwohl Österreich sich bereits 1978 gegen die Atomkraft ausgesprochen hatte, ist es notwendig, den von Seibersdorf und den medizinisch produzierten Atommüll endzulagern. Dies brachte die damalige Regierung auf den Plan, im Bosruck ein Atommüll-Endlager zu errichten. Dass der Bosruck jedoch ungeeignet ist, zeigte sich bereits beim Bau des Tunnels im Jahre 1906, als es immer wieder zu Wassereinbrüchen und sonstigen Verwerfungen kam. Diese Tatsache und das Wissen, dass der österreichische Atommüll noch durch einen importierten ausländischen Müll vermehrt hätte werden sollen, motivierten die Bürger diesseits und jenseits des Bosrucks, sich dagegen zu wehren. Den Höhepunkt der Aktionen bildete eine Menschenkette, gebildet von 6000 Personen. Am 27. Oktober 1991 wurde am Arlingsattel die Kette geschlossen, die auf steirischer Seite in Ardning und auf oberösterreichischer Seite von der Bosruckhütte aus gebildet wurde.
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