Bergwandern
Berg und Geselligkeit

Die Bergwandergruppe rund um Edwin Hofer bei einer Wanderung in der Goriška Brda
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  • Die Bergwandergruppe rund um Edwin Hofer bei einer Wanderung in der Goriška Brda
  • Foto: Gerold Kuss
  • hochgeladen von Christian Lehner

Herbstzeit ist Wanderzeit. Rund 30 rüstige Pensionisten aus Klagenfurt und Umgebung gehen seit über 30 Jahren einmal pro Woche gemeinsam auf einen Berg. Das Ziel am Nationalfeiertag: die Gerlitzen.

KLAGENFURT STADT & LAND (chl). Vor über 30 Jahren hat Walter Strausky, ehemaliger Bergrettung-Klagenfurt-Leiter und Alpenvereins-Ehrenmitglied, eine Senioren-Bergwandergruppe ins Leben gerufen, die aktuell rund 30 aktive Wanderer zählt. Die rüstigen Pensionisten sind zwischen 60 und 83 Jahre alt, rund ein Drittel davon 80-plus. Der Frauen-Anteil liegt bei rund 20 Prozent.
Die Truppe unternimmt wöchentlich, jeden Mittwoch, im Sommer eine eintägige Bergtour und im Winter eine Schitour, einzelne Mitglieder auch öfter. Im Durchschnitt marschieren um die 20 Teilnehmer mit, für die Anreise zum Ziel werden Fahrgemeinschaften gebildet. Deren Motivation: Berg und Geselligkeit.

Gemeinschaftsgeist

"Vom Glockner bis zur Koralpe, von den Nockbergen bis in die Julischen Alpen", beschreibt der ehemalige Kriminalbeamte Gerold Kuss die Tourenziele. "Wir treffen uns montags zur Besprechung, gehen mittwochs auf Tour und treffen uns donnerstags zur Nachbesprechung", ergänzt Edwin Hofer, der nach dem Ableben Strauskys (1926-2016) die Rolle als Sprachrohr und Kopf der Gruppe übernommen hat. Treffpunkt für die Vor- und Nachbetrachtungen ist (mit wenigen Unterbrechungen) das Café Central in der Klagenfurter Kramergassse - seit über 25 Jahren", ergänzt Hofer. "Wir feiern jeden Geburtstag", beschreibt er den Gemeinschaftsgeist. "Daher bestimmt auch das jeweils aktuelle Geburtstagskind, auf welchen Berg es geht. Wenn es gerade keinen Ehrentag zu feiern gibt, fällen wir einen gemeinschaftlichen Beschluss."
Das Top-Ziel der Gemeinschaft ist der Monte Lussari/Luschariberg in Tarvis – durchschnittlich zehn Mal im Jahr.

Aktive "Geriatriegruppe"

"Immer mit dabei ist mindestens eine von unseren zwei Krankenschwestern, die unserer Geriatriegruppe angehören", scherzt Kuss. "Den Namen Geriatriegruppe haben uns Wanderfreunde aus Villach gegeben“, ergänzt Hofer. "Auch ein Arzt gehört zur Truppe, die weiteren Berufe reichen vom pensionierten Atomphysiker, Hofrat bis zu ehemaligen Beamten und Angestellten." Eine der beiden Krankenschwestern ist Maria Slamanig, die es aufgrund ihrer Langstrecken-Radtouren zu medialer Aufmerksamkeit brachte: "Sie ist 2.000 Kilometer von Dänemark bis Klagenfurt geradelt, den Jakobsweg entlang und bis nach Paris", berichtet Hofer.
"Wir sind eine eingeschworene Gemeinschaft, die auch sehr viel Wert auf Gemütlichkeit und gutes Essen legt", sind die Damen und Herren auch nie um einen Hütten-Tipp verlegen. "Berghütten sind ja dazu da, einzukehren, und nicht, um daran vorbei zu gehen", bekräftigt Hofer. 

Tipp: Mela Koschuta

Als Herbst-Tour im Bezirk Klagenfurt-Land empfiehlt die "Geriatriegruppe" den "Geotrail" Mela Koschuta mit Ausgangspunkt in Zell-Pfarre (siehe Info-Box). "Die Mela Koschuta mit dem Berggipfel Dicke Koschuta bietet mit ihren bizarren Felsformationen ein wunderschönes Naturschauspiel", begründen die Damen und Herren einstimmig. Die nächsten Tourenziele der Wandergemeinschaft sind eine Rundtour um den Oisternig und der jährliche Fixtermin am Nationalfeiertag auf die Gerlitzen. "Mit einem feinen Ritschert in der Steinwenderhütte feiern wir unseren sommerlichen Jahresabschluss", berichtet Hofer.

ZUR SACHE
Wandertour Mela Koschuta:

Diese Bergwandertour ist wegen der Rutschgefahr nicht ganz ungefährlich. Im Frühsommer besteht noch Gefahr, dass viel Schnee liegt. Aber auch im Spätsommer und Herbst können Vereisungen gefährlich werden. Bitte unbedingt auf dem 1937 eröffneten Steig bleiben! Und zur Sicherheit: Reisepass mitnehmen! 
Gehzeiten:
Sportplatz – Potoksattel: 1-1/2 Stunden
Sattel – Mela – Südostrücken: 1-1/4 Stunden
Südostrücken – Gipfel Dicke Koschuta: 45 Minuten
Höhenmeter: rund 1.100

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