Ostern
Die etwas andere Osterjause

Sebastian "Sabe" Sadnek (www.dersabe.com) vor 25 Jahren beim Reindlingschmaus mit Bruder Simon
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  • Sebastian "Sabe" Sadnek (www.dersabe.com) vor 25 Jahren beim Reindlingschmaus mit Bruder Simon
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Wie schwer ist der Verzicht auf Fleisch für Vegetarier bei der Osterjause?

KLAGENFURT (chl). "Es hat schon Tradition, dass ich am Karsamstag eine Runde am Benediktinermarkt drehe und mir buntes Gemüse besorge, das zuhause noch nicht wächst", erzählt der Filme- und Videomacher Sebastian "Sabe" Sadnek (www.dersabe.com). Mit den erhaschten Köstlichkeiten füllt der Vegetarier seinen eigenen Weihkorb. "Das Weihkorbdeckerl drapiere ich dann so, dass das bunte Gemüse, Chili & Co, das ja sonst im Weihkorb nichts zu suchen hat, durchschimmert." Nicht zu vergessen: eine Flasche Laško.
Zur Osterjause im Elternhaus, nach der Speisensegnung beim Marterl in der Siedlung Ehrentaler Senke, gibt‘s dann neben dem Gemüse auch Käse und Aufstriche, den obligaten Reindling, aber auch Traditionelles wie Eierkren. "Den Eierkren, auch das hat Tradition, darf für alle nur ich zubereiten. Die Eier müssen dabei in Kernöl und Essig regelrecht schwimmen."

Veggie-Schinken?

Von Fleischersatzprodukten ist Sadnek "kein Fan – auch nicht zu Ostern". "Der Renner zum Thanksgiving-Day in Amerika ist veganer Truthahn – vom veganen Osterschinken sind wir aber hierzulande noch weit entfernt."
Aktuell dreht "der Sabe" neue Folgen der Internet-Reihe "Josip und Malek" mit Otto Retzer und Adi Peichl. Mit Aufträgen von Lisa-Film, Lieblingsfilm, Servus-TV und ORF etc. sowie von diversen Firmen ist er gut ausgelastet. Begonnen hat Sabe als All-in-One-Macher von Musikvideos, was er "immer noch und immer wieder gerne" tut, zuletzt für die Klagenfurter Band "Hurricane Season" und den Singersongwriter Ramon Miles. Mitgewirkt hat er zuletzt auch bei Videoprojekten für Matakustix. Mit den Machern des "Acoustic Lakeside"-Festivals am Sonnegger See arbeitet er außerdem an einer Überraschung für den (heuer) festivalfreien Sommer.

Osterjause reloaded

Als Erika Hornbogner, Geschäftsführerin der Verlage Drava und Wieser, vor zwölf Jahren von einem Tag auf den anderen beschloss, Vegetarierin zu werden, hatte sie die größten Bedenken, die Osterjause nicht mehr wirklich genießen zu können. Diese Befürchtung ist nicht eingetreten, denn : "Wir haben seither die klassische Osterjause um diverse Aufstriche, Radieschenkren und einiges mehr erweitert." Nicht fehlen darf auch bei den Hornbogners der Klassiker Eierkren. "Und der Kürbiskernaufstrich, den mein Mann sehr aufwändig zubereitet", gibt Hornbogner Einblick auf den österlich gedeckten Tisch. Wohlgemerkt: Ehemann Peter und Sohnemann Paul sind keine Schinken-Verweigerer, teilen aber die Leidenschaft für Gemüse & Co.
Die Speisen lassen die Hornbogners bei den Kapuzinern segnen. Im Weihkorb sind neben den eigenen österlichen Köstlichkeiten auch Katzenfutter, Karotten fürs Pferd und Gurke fürs Meerschweinchen zu finden. "Bei uns bekommt jeder etwas Geweihtes. Seit kurzem haben wir auch einen Hamster, für den müssen wir uns noch etwas Spezielles ausdenken."

Entweder oder

Von Fleischersatzprodukten hält auch Erika Hornbogner nichts: "Man braucht sich nicht selbst zu belügen. Entweder esse ich Fleisch oder nicht. Diesen ganzen Fleisch- und Wurstersatz finde ich pervers. Es schmeckt auch nicht, außer nach Chemie."
Als Verlagsleiterin war Erika Hornbogner erst kürzlich auf der Leipziger Buchmesse und präsentierte dort unter anderem, passend zum Gastland Tschechien, 15 tschechische Bücher in deutscher Übersetzung. Aktuell erarbeitet sie das Herbstprogramm der beiden Verlage. "Bei Drava wird es einen neuen Unikum-Wanderführer geben, bei Wieser Neues von Kärntner Autoren wie etwa Engelbert Obernosterer und Ingram Hartinger", gibt sie einen kleinen Vorgeschmack.

Der Pescetarier

"Ich esse bei der Osterjause, was ich das ganze Jahr über auch esse", fasst der Singersongwriter, Musikproduzent und Vegetarier Markus Wutte seine Gepflogenheiten zur wichtigsten Mahlzeit der Kärntner zusammen. "Meine Schwiegermutter hat extra Käse für mich im Weihkorb, und meine Mutter Fisch", erzählt er. Denn Wutte ist nur "halber" Vegetarier, nämlich Pescetarier, das heißt, bei ihm kommt regelmäßig Fisch auf den Tisch.
Von Wurst- oder Fleischersatzprodukten hält auch er nichts. "Diese Ersatzprodukte aus Soja oder Tofu sind nicht meins. Ich habe aufgehört, Fleisch zu essen, weil ich gemerkt habe, dass es mir nicht gut tut. Und diese Ersatzprodukte schmecken mir nicht und tun mir ebenfalls nicht gut."
Am 28. April, 15 Uhr, präsentiert Markus Wutte sein neues Projekt "Wutte", gemeinsam mit dem Tiroler Schlagzeug-Virtuosen und Produzenten Werner Groisz: Auf Schloss Albeck bringen die beiden – unplugged - Songs der beiden aktuellen Alben von Markus Wutte sowie einige Kostproben aus dem neuen, ersten gemeinsamen Album zu Gehör, das noch vor dem Sommer erscheint. Auf der Setlist für Albeck wird auch die Vorabsingle "Herz und Seel" stehen (www.mwsound.at, www.schloss-albeck.at).

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