Frauenpreis der Landeshauptstadt
Ein Tusch für Roswitha Bucher

Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Roswitha Bucher und Frauenbeauftragte Astrid Malle (von rechts) bei der Überreichung des ersten Maria-Tusch-Frauenpreises
  • Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz, Roswitha Bucher und Frauenbeauftragte Astrid Malle (von rechts) bei der Überreichung des ersten Maria-Tusch-Frauenpreises
  • Foto: StadtPresse/Helge Bauer
  • hochgeladen von Christian Lehner

Der erste Frauenpreis der Landeshauptstadt Klagenfurt wurde an Roswitha Bucher, Leiterin des Gewaltschutzzentrums Kärnten, vergeben.

KLAGENFURT. Erstmals vergaben die Verantwortlichen der Stadt den „Maria Tusch Frauenpreis“ der Landeshauptstadt. Tusch (1868-1939) war Klagenfurterin, Tabakarbeiterin, Gewerkschafterin und engagierte Frauenrechtlerin. In ihrem Namen fiel die erste Wahl an Roswitha Bucher, Leiterin des Gewaltschutzzentrums Kärnten.
Die Preisverleihung fand im Schloss Loretto statt. Bürgermeisterin Maria-Luise Mathiaschitz und die Klagenfurter Frauenbeauftragte und Leiterin des städtischen Frauenbüros Astrid Malle begrüßten viele Ehrengäste, darunter Vizebürgermeister Wolfgang Germ, zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Gemeinderat und Landtag sowie von Klagenfurter Fraueninstitutionen.

Für mehr Selbstbewusstsein

Der Maria-Tusch-Frauenpreis stellt Frauen in den Mittelpunkt, die sich für Mädchen Frauen und Gleichstellung engagieren. Symbolisiert wird der Preis durch eine Skulptur der Kärntner Künstlerin Ina Loitzl, dotiert ist der Preis mit 3.000 Euro.
Maria Tusch kämpfte als Arbeiterin der Austria-Tabakregie für bessere Arbeitsbedingungen und Besserstellung der Frauen. Sie war Obfrau der Tabakarbeiter, Mitglied des Gemeindeausschusses St. Ruprecht (damals noch eigenständige Gemeinde) und Nationalratsabgeordnete der Ersten Republik. Ihr Grab befindet sich am Friedhof St. Ruprecht.
„Frauen, Ihr müsst selbstbewusst werden“, diesen Satz der Tabakarbeiterin stellte Bürgermeisterin  ihrer Rede voran: „Mit Roswitha Bucher zeichnen wir heute eine Frau aus, die diese Maxime lebt und selbstbewusst gegen Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft auftritt.“
Mathiaschitz betonte die Leistungen Buchers im Engagement gegen häusliche Gewalt und für die Sensibilisierung des Themas. Für die erste Preisvergabe waren fünf Einreichungen nominiert, die Entscheidung fällte eine Jury.

Hilfe für Frauen und Männer

Preisträgerin Bucher absolvierte ein Praktikum im Frauenhaus, wo sie mit den Folgen von Gewalt gegen Frauen konfrontiert war. Ihr Ziel war und ist es, Menschen, die Gewalt erleiden müssen, kompetent zu beraten und zu begleiten. 1998 begann sie mit der Konzeption des Gewaltschutzzentrums Kärnten, seit 1999 leitet sie dieses als Geschäftsführerin. 13.290 Menschen (11.985 Frauen und 1.495 Männer) suchten in den vergangenen Jahren hier Hilfe.
Bucher dankte für die Anerkennung, referierte, wieviel bereits für die Gleichstellung der Frau erreicht worden ist, aber betonte auch, dass es noch viel zu tun gebe.
Organisiert wurde die Feier vom Klagenfurter Frauenbüro. Der Preis-Namensgeberin Tusch wurde in Form einer inszenierten Rede, personifiziert von der Schauspielerin Sara Rebecca Kühl, gedacht. Musik steuerten die „Kusimaten“ bei.

Autor:

Christian Lehner aus Klagenfurt

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