Kinderbetreuung
Klagenfurt baut Betreuungsplätze für Kleinkinder aus

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Gerade im Bereich der Kleinkind-Betreuung besteht großer Bedarf - jetzt initiieren ein privater Betreiber sowie die Stadt Klagenfurt selbst insgesamt vier neue KiTa-Gruppen. 

KLAGENFURT (vep). Am Klagenfurter Rudolfsbahngürtel entstehen neben der bestehenden Kindernest-Einrichtung Wirbelwind gerade zwei neue Gruppen für Kindertagesstätten für die Betreuung von weiteren 30 Kleinkindern  bis drei Jahre. Kindernest-GF Cornelia Blaas erläutert: "Wir mussten tätig werden und haben um diese neuen Plätze angesucht. Allerdings ist es so, dass bereits jetzt, bevor der Bau abgeschlossen ist, alle Plätze schon vergeben sind." 
Der Grund? Der Bedarf an der Kleinkindbetreuung sei in Klagenfurt enorm. "Insgesamt stehen derzeit 150 berufstätige Eltern in Klagenfurt auf den Wartelisten und hoffen auf einen Platz", erklärt Blaas. 

Frauen arbeiten wieder früher 

Mit der Einführung des Kinder-Stipendiums habe die starke Nachfrage nichts zu tun. Blaas sagt: "Frauen steigen früher wieder in das Berufsleben ein, auch durch das einjährige, berufsbezogene Karenzmodell, das viele wählen. Zudem ist die Konjunktur gut, die Arbeitslosigkeit geringer." 
Das Kindernest - aber auch die anderen Träger - bevorzugen bei der Vergabe Berufstätige. "Wir können derzeit auch nur Berufstätigen einen Platz geben. Sonst wäre die Zahl der Wartenden noch dramatisch höher", so Blaas. 
Derzeit hat das Kindernest in Klagenfurt 14 Gruppen á 15 Kinder in sieben Häusern untergebracht. Ab dem Herbst sind es zwei mehr. 
Das bestätigt auch Hilfswerk-GF Horst Krainz: "Wir haben 60 Plätze im Bereich der Kleinkindbetreuung. Auf der Warteliste sind derzeit 25 Eltern, jedoch erhalten wir laufend viel mehr Anfragen. Eltern lassen sich jedoch dann oft gar nicht auf die Liste setzen, weil es ohnehin aussichtslos ist." 

Stadt Klagenfurt erweitert  Kleinkindbetreuung um 150.000 Euro

Auch Bildungsreferent StR Franz Petritz sieht einen großen Bedarf an Kleinkindbetreuung. "Wir müssen weitere 30 Plätze abdecken. Deshalb hat die Stadt Klagenfurt am Dienstag im Stadtsenat den Bau zweier weiterer Kindertagesstätten beschlossen." 
Insgesamt investiert die Stadt nun 148.400 Euro in die nötige Erweiterung des Betreuungsangebotes. Damit sei die Nachfrage seitens der städtischen Einrichtungen wieder gedeckt, auch wenn dann noch rund 20 Eltern auf der Warteliste stehen. "Das sind jene, die nicht berufstätig sind. Auch die Stadt Klagenfurt vergibt angesichts der Nachfrage, wie alle anderen, freie Plätze zunächst an berufstätige Eltern", so Petritz.  

Neue KiTas in Fischl und Feldkirchner Straße 

Die zwei neuen KiTa-Gruppen der Stadt entstehen in der Feldkirchner Straße innerhalb der Räumlichkeiten des bestehenden Kindergartens sowie in Fischl. Dort wird der bestehende Kindergarten kräftig umgebaut, sodass neue Räume für die neue Kleinkindbetreuung geschaffen werden.
"Beides wird über den Sommer fertiggestellt, sodass wir im Herbst starten könnten", sagt Petritz. 

115 Plätze für Kleinkinder bestehen schon lange, 30 kommen hinzu

Es ist das erste Mal seit vielen Jahren, dass die Stadt Klagenfurt das Betreuungsangebot in diesem Bereich erweitert. "Wir hatten schon immer und von jeher fünf Kleinkind-Gruppen mit 75 Plätzen plus 30 altersübergreifenden Plätzen, also 115 gesamt", informiert Petritz. Nun sei aber Handlungsbedarf nötig und die 30 weiteren Plätze kommen hinzu.
"Im Städtevergleich sind wir im oberen Bereich, was dieses Angebot anbelangt. Aber das ist uns einfach wichtig und zentraler Bestandteil einer Stadt, Eltern solche Angebote zu unterbreiten", sagt Petritz. Zum Vergleich: Die Stadt Villach biete laut Petritz derzeit drei Kleinkindgruppen und 45 Betreuungsplätze an.

Hort-Betreuung hat sich nahezu verdoppelt 

Alle Träger sind sich einig: Kinderbetreuung wird in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden müssen. Petritz: "Der Trend, Kinder früher in Betreuung zu geben und früher ins Berufsleben einzusteigen, wird sich fortsetzen." Was sich laut Petritz in den vergangenen Jahren - bedingt durch die Berufstätigkeit der Eltern - vervielfacht hat, ist der Bedarf der Hort- und Nachmittagsbetreuung in den Schulen. "Wir liegen jetzt bei 1.200 Kindern, die Zahl hat sich durch die Ganztages-Schulbetreuung fast verdoppelt."

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Bildungsreferent StR Franz Petritz: "Die Stadt investiert ca. 148.000 Euro in zwei neue Kita-Gruppen und somit 30 neue Betreuungsplätze für Kleinkinder."

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