Regionale Initiativen
Mehr Chancen-Gleichheit für Frauen am Land

Landesrätin Sara Schaar, FiT-Teilnehmerin Nina Roschek, AMS-Landesgeschäftsführer Peter Wedenig und Mädchenzentrum-Leiterin Christine Erlach (von links) präsentieren ihre Vorhaben.
  • Landesrätin Sara Schaar, FiT-Teilnehmerin Nina Roschek, AMS-Landesgeschäftsführer Peter Wedenig und Mädchenzentrum-Leiterin Christine Erlach (von links) präsentieren ihre Vorhaben.
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Mit gebündelten Kräften wollen das Land Kärnten und das AMS Kärnten der Benachteiligung von Mädchen und Frauen in den ländlichen Regionen den Kampf ansagen. Abseits der Ballungszentren ist das Thema Chancen-Gleichheit am Arbeitsmarkt noch nicht angekommen. Das soll sich nun ändern.

KLAGENFURT. „Wir haben noch viel zu tun", stellt Christine Erlach fest. Die Leiterin des Mädchenzentrums Klagenfurt meint damit die geringeren Karriere-Chancen von Frauen am Kärntner Arbeitsmarkt im Vergleich zu Männern. Die Berufswahl wird immer noch von Traditionen geprägt. Kinder, Familie, Haushalt und Pflege von Angehörigen sind trotz aller gesellschaftlicher Entwicklungen in den vergangenen Jahrzehnten immer noch Aufgabe der Frauen. Die Folgen: Arbeitsarmut und Teilzeitarbeit. Während 47,5 Prozent der Frauen in Teilzeit arbeiten, sind es bei den Männern lediglich 11,2 Prozent. AMS-Kärnten-Geschäftsführer Peter Wedenig spricht von zwei Ungleichheiten am Arbeitsmarkt. Frauen sind sowohl innerhalb der Führungsetagen einzelner Unternehmen, als auch in bestimmten Branchen in der Minderheit. Das sollen zwei neue Initiativen und 216.000 Euro von Land und AMS ändern. 

Mehr Frauen in Handswerksberufe

In technischen und handwerklichen Berufen sind Frauen nach wie vor in der Minderheit. Diese Situation versucht das AMS mit dem Programm „FiT – Frauen in Handwerk und Technik" bereits seit  30 Jahren zu ändern. Dennoch war 2018 nicht einmal jeder zehnte Lehrling in der Fachrichtung Elektrotechnik ein Mädchen. Bisher beschränkte sich das Programm auf den Zentralraum Klagenfurt jetzt wird es auch in die ländlichen Räume getragen. Durch die Initiative sollen junge Frauen ermutigt werden, sich für technische und handwerkliche Berufe zu entscheiden. „Diese Berufe sind zukunftsträchtig und nachhaltig, bieten mehr Aufstiegschancen und zumeist bessere Bezahlung," betont Landesrätin und Frauenreferentin Sara Schaar (SPÖ). Auch Arbeitergeber können profitieren, denn die Ausbildung von Frauen biete auch die Chance, den Fachkräftemangel zu bewältigen.
Das Programm besteht aus drei Phasen und beginnt mit einem Berufsorientierungskurs. Anschließend haben die Teilnehmerinnen die Möglichkeit, Betriebspraktika zu absolvieren. Am Ende steht die Lehre. Die Verantwortlichen sprechen von einer fast 100-prozentigen Abschlussquote.

Hohe Frauen-Arbeitslosigkeit in Spittal 

Neue Arbeitsplätze für Frauen im Raum Spittal/Drau soll das Projekt „Zukunftsentwurf Oberkärnten" bringen. Es bringt Frauen, Unternehmen, Organisationen und Gemeinden an einen Tisch. All diese Gruppen sollen gemeinsam daran arbeiten, wie Karriere-Chancen von Frauen in der Region verbessert werden können. Grund für die Initiative sind die alarmierenden Zahlen. Laut AMS-Chef Wedenig ist Spittal an Drau der einzige Bezirk Kärntens, in dem mehr Frauen als Männer arbeitslos sind.

Erfolgsgeschichte Mädchenzentrum

Für die Umsetzung der zwei neuen Initiativen ist das Mädchenzentrum Klagenfurt verantwortlich. Das erhöht auch die Erfolgsaussichten für die Projekte, denn das Mädchenzentrum hat sich mittlerweile zu einem wichtigen Vorreiter im Kampf für Chancen-Gleichheit etabliert. Heuer feiert das Zentrum Jubiläum, seit nunmehr 25 Jahren setzt es sich für die Anliegen von Mädchen in Kärnten ein.

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