Lesung im Musil-Haus
Studierende begeistern bei Literaturabend in Klagenfurt
- Die Lesenden Melanie Falkensteiner, Malin Poehls, Anna-Lena-Stolz, Giorgia Peretta, Ute Beiglböck, Anna Fischinger, Juditha Lehmkuhl, Valentin Richter.
- Foto: Tara Stepan
- hochgeladen von Evelyn Wanz
Im Musil-Haus wurde Literatur an diesem Abend nicht nur gelesen, sondern gemeinsam erlebt. Die Lesung von Studierenden des Masterstudiengangs "Kreatives Schreiben und Schreibkulturen" entwickelte sich zu einem intensiven, emotionalen und zugleich offenen Austausch zwischen Autoren und Publikum.
KLAGENFURT. Schon zu Beginn lag laut den Vorlesenden eine erwartungsvolle Atmosphäre im Raum. "Die Stimmung im Musil-Haus war heiter, unbefangen und zugleich emotional aufgeladen", heißt es. Das Publikum hörte den Texten gebannt zu, ließ sich auf unterschiedliche Tonlagen, Themen und literarische Formen ein und folgte der bewusst gewählten Textreihenfolge, die – wie die Leserinnen selbst beschrieben – einer "Achterbahn der Gefühle" glich.
Emotionale Momente
Besonders in der Pause zeigte sich, wie stark die Texte nachwirkten: Es wurde lebhaft diskutiert, Fragen gestellt und das direkte Gespräch mit den Autoren und Autorinnen gesucht. Für die Vortragenden selbst war es ein berührender Moment zu erleben, wie intensiv die Texte aufgenommen und geschätzt wurden. Die durchwegs positive Resonanz – sowohl während der Lesung als auch in den anschließenden Gesprächen – übertraf viele Erwartungen.
Vielfalt als Stärke
Die Lesung lebte von den sehr unterschiedlichen literarischen Hintergründen der Beteiligten. Von Lyrik über Kurzprosa, fantastische Elemente, gesellschaftliche Fragestellungen bis hin zu experimentellen Formen spannte sich ein weiter Bogen. Gerade diese Vielfalt machte den Abend für das Publikum besonders zugänglich: Für jede und jeden war etwas dabei, gleichzeitig eröffnete sich die Möglichkeit, neue Schreibweisen und Perspektiven kennenzulernen.
Klagenfurt als Literaturstadt
Solche Abende sind für Klagenfurt von besonderer Relevanz. Als Literaturstadt lebt Klagenfurt nicht nur von etablierten Namen, sondern auch von niederschwelligen Formaten, die jungen Stimmen Raum geben. Die Lesung schlug eine Brücke zwischen der Stadt und den Studierenden der Alpen-Adria-Universität: Die einen erhielten Einblicke in aktuelle literarische Entwicklungen, die anderen eine Bühne, um ihre Texte zu teilen und sich auszuprobieren. Begegnung und Austausch standen dabei klar im Mittelpunkt.
Schreiben sichtbar machen
Der Studiengang "Kreatives Schreiben und Schreibkulturen" wurde an diesem Abend als das erlebbar, was er sein möchte: eine Öffnung der Literaturszene. Er bietet Schreibenden die Möglichkeit, ihre Leidenschaft weiterzuentwickeln, Öffentlichkeit zu finden und Teil eines literarischen Diskurses zu werden.
Lust auf mehr
Für die Leser und Leserinnen selbst wich die anfängliche Nervosität rasch der Freude am Vortragen. Ermutigt durch die Reaktionen des Publikums überwog am Ende vor allem eines: Dankbarkeit – für die Aufmerksamkeit, für das wertschätzende Feedback und für die Gelegenheit, Kunst teilen zu dürfen. Der Abend ließ sich treffend in einem Satz zusammenfassen: "ein Fest für die Ohren und die Seele".
Weitere Lesungen
Weitere Lesungen im Robert-Musil-Haus seien ausdrücklich erwünscht und angedacht – idealerweise in einem regelmäßigen Turnus. Das geschichtsträchtige Ambiente des Hauses soll sich dabei als perfekter Ort für Literatur, die jung, vielfältig und lebendig ist, erwiesen haben.
Junge Talente
Vorgelesen wurde an diesem Abend von Ute Beiglböck, Melanie Falkensteiner, Anna Fischinger, Juditha Lehmkuhl, Giorgia Montana Peretta, Malin Sophie Poehls, Valentin Richter und Anna-Lena Stolz. Moderiert wurde der Abend von Heimo Strempfl.
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