Kräuterweihe Pfarre Maria Hilf Ebenthal
230 Kräuterbuschen in Ebenthal gesegnet
- Foto: Brückler, Steiner, Matheuschitz, W. Archer, Wegscheider, J. Archer, Foto: Lassnig
- hochgeladen von Monika Herzog
EBENTHAL. Das Hochfest Maria Himmelfahrt stand in der Pfarre Maria Hilf in Ebenthal ganz im Zeichen gelebter Regionalität und tief verwurzelten Brauchtums. Pfarrer Mag. Bernd Wegscheider und Gemeindevorstand Georg Matheuschitz luden die Ortsgemeinschaft zur traditionellen Kräuterweihe, die sich auch in diesem Jahr als wahrer Publikumsmagnet erwies. Die feierliche Messe verband den spirituellen Festtag mit spürbarem dörflichen Zusammenhalt. Pfarrer Bernd Wegscheider zog die Gläubigen in seiner Festpredigt mit klaren Worten in den Bann: „In den Himmel will ich kommen, fest hab ich's mir vorgenommen! Mag es kosten, was es will – für den Himmel ist nichts zuviel.“ Diese spirituelle Hingabe spiegelte sich im Anschluss in der feierlichen Segnung der bunten Kräutersträuße wider. Bereits Tage vor dem Hochfest öffneten die Ebenthaler ihre Gärten, sammelten heimische Heilkräuter und brachten diese zum gemeinsamen Binden. Die fleißigen „Kräuterdamen“ der Pfarre investierten unzählige Stunden Herzblut, um aus den Spenden weit über 230 kunstvolle Kräuterbuschen zu flechten. Wie tief das Bewusstsein für die Kraft der Natur verankert ist, beschreibt ein bekanntes Kärntner Mundartgedicht, vorgetragen von Kräuterdame Waltraud Archer: „A jedes Kräuterl hot sein Sinn, steckt überoll viel Heilkroft drin, drum schick i dir an klanen Strauß, dass gsund bleibst übers Joahr hinaus.“ Die geweihten Buschen wurden nach dem Gottesdienst verteilt und sollen nun traditionell Schutz und Gesundheit in die Häuser der Pfarrangehörigen bringen. Sichtlich beeindruckt von der Dynamik zeigte sich Gemeindevorstand Georg Matheuschitz, der das enorme ehrenamtliche Engagement der Beteiligten würdigte: „Ein herzliches Vergelt’s Gott für diesen großartigen Einsatz und vor allem auch für die hervorragende Organisation! Hier hat sich wieder einmal gezeigt, dass aus vielen kleinen Beiträgen unserer Bürger etwas ganz Besonderes für die gesamte Gemeinschaft entstehen kann“, so Matheuschitz. Das gelungene Fest unterstreicht einmal mehr, dass Traditionen in Ebenthal nicht nur verwaltet, sondern von Jung und Alt aktiv gestaltet werden.
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