27.06.2017, 10:51 Uhr

In riesigen Öltanks ist nun Wasser

Jürgen Zechner, Leiter der OFI-Prüfzentrale in Klagenfurt, bei der Arbeit. (Foto: OFI/Helge Bauer)
Klagenfurt am Wörthersee: Klagenfurt |

Wasser statt Öl: Die Tanks des Fernheizwerks werden für einzigartige Prüfanlage eingesetzt.

KLAGENFURT. Bei der Arbeit von Jürgen Zechner, Leiter der OFI-Prüfstelle Klagenfurt, dreht sich alles ums Wasser. Er überprüft Wasseraufbereitungsgeräte auf deren Wirksamkeit und Sicherheit. Seit Herbst vergangenen Jahres tut er dies in Klagenfurt. Und zwar in einer ganz besonderen Prüfanlage – nämlich in einer weltweit einzigartigen, die noch dazu die größte ihrer Art im eurasischen Raum ist.

Optimale Qualität


Dass diese Anlage nun in Klagenfurt zu finden ist, sei vor allem eine Frage der Wasserqualität gewesen: „Unser Standort in Wien ist zu klein geworden. Wir hätten die Anlage überall bauen können, aber hier haben wir die idealen Voraussetzungen für unsere Arbeit. Das Wasser hat eine optimale Qualität“, so Zechner. Außerdem sind genau zum richtigen Zeitpunkt die Öltanks des ehemaligen Fernheizwerks „frei geworden“: Sie wurden zu Trinkwasser-Zisternen umgerüstet und liefern den Rohstoff für die Arbeit der vier Klagenfurter OFI-Mitarbeiter.

Reines Trinkwasser


Das Wasser wird genutzt, um die mikrobizide Wirkung von Desinfektionsgeräten festzustellen. Dazu wird das Wasser mit „völlig ungefährlichen Keimen“, wie Zechner erklärt, kontaminiert und durch das Gerät geschickt, das gerade geprüft wird. Bestehen das Gerät den Test, wird es von der Zertifizierungsstelle zugelassen – und kommt dann vor allem im kommunalen Bereich zum Einsatz. „Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wieviel Arbeit in der Trinkwasseraufbereitung steckt. Das Wasser muss transportiert und aufbereitet werden, damit es optimales Trinkwasser sein kann. Die Basis dafür sind einwandfreie Wasserversorgungsanlagen, und genau damit beschäftigen wir uns.“

UV-Licht statt Chlor


In den Anlagen, die von OFI überprüft werden, wird vor allem mit UV-Licht zur Desinfektion – statt Chlor – gearbeitet. „So wird das Wasser nicht chemisch verändert, sondern Bakterien durch die UV-Strahlung abgetötet. Wir kontrollieren, ob die Geräte den Normen entsprechen“, erklärt Jürgen Zechner. Geprüft wird nicht nur für den Einsatz in Österreich, sondern auf der ganzen Welt. „Wir sehen uns als One-Stop-Shop für die Industrie: Der Hersteller kommt zu uns, sagt uns, in welchen Ländern er das Gerät zertifizieren lassen will und wir prüfen nach den jeweiligen Richtlinien.“ Im Herbst wird das Klagenfurter OFI-Team übrigens weiter wachsen: Zwei neue Mitarbeiter werden eingestellt.
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