09.09.2014, 15:00 Uhr

Joint-Tour: Am 19. September ist Klagenfurt dran

Mit diesem Riesen-Joint wollen die Jungen Grünen auf Tour gehen (Foto: Junge Grüne)
Junge Grüne machen am Freitag, 19. September, mit ihrer Joint-Tour Halt in Klagenfurt.

INNENSTADT. Diese Tour sorgt für Wirbel - und am Freitag in einer Woche dürfte dieser seinen Höhepunkt erreichen. Wie berichtet sind die Jungen Grünen auf Tour durch Österreich - mit einem lebensgroßen Joint. Sie fordern eine Legalisierung von Cannabis sowie ein "Werbeverbot für alle Drogen - auch für Alkohol". Dafür wollen sie mit ihrer Tour Werbung machen.

Die Pläne waren noch nicht lange bekannt - schon folgte geharnischte Kritik. Am lautesten war wohl die des Klagenfurter Bürgermeisters Christian Scheider: Er kündigte an, die Behörden anzuweisen, die Kundgebung der Grünen in der Nähe von Schulen zu verbieten - und das, obwohl ein Stopp in Klagenfurt erst gar nicht geplant war.

Diese Auflage nahmen die Jungen Grünen gerne an - und Klagenfurt in ihren Tourplan auf. Am Freitag, dem 19. September, wollen sie vor dem Lindwurm in Klagenfurt ihre Kundgebung abhalten. "Bürgermeister Scheider macht die Diskussion lebendiger, als sie eh schon ist", sagt dazu Cengiz Kulac, Bundessprecher der Jungen Grünen. Er möchte seine Argumente, dass Cannabis kein körperliches Suchtpotential hat und ungefährlicher als harter Alkohol wie Wodka oder Schnaps ist, gerne diskutieren - am besten mit Scheider persönlich.

Der lehnt das aber ab: "Die Jungen Grünen sollen das erst einmal in der eigenen Partei ausdiskutieren. Solange die nicht einmal eine einheitliche Linie haben, brauchen sie nicht das Gespräch mit mir zu suchen", sagt Scheider. Damit spielt er auf die Aussagen von Frank Frey, Landessprecher der Kärntner Grünen, an, der gar keine Freude mit der Joint-Tour hat.

Wie sieht es jetzt mit einem Verbot der Joint-Tour aus? "Mir war es vor allem wichtig, dass das nicht vor Schulen stattfindet. Wenn die eine Kundgebung anmelden, sich vor dem Lindwurm aufstellen und fotografieren, dann kann keiner etwas dagegen sagen", so Scheider. Für die Grünen steht aber schon fest: "Von dem Hickhack werden wir uns die Stimmung nicht verderben lassen."
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