11.09.2014, 13:07 Uhr

SPÖ hofft auf zwei Gemeinden

Rudolf Schober: "Es gibt keinen Landeshauptmannbonus. Was bei diesen Wahlen zählt, sind Persönlichkeiten." (Foto: WOCHE)

Bei den Gemeinderatswahlen will die SPÖ in Klagenfurt Land die Zahl ihrer Bürgermeister halten.

(tas). Mit neun von 19 Bürgermeistern im Bezirk stellt die SPÖ seit der Gemeinderatswahl 2009 die meisten Ortschefs in Klagenfurt Land. "Ich gehe davon aus, dass wir diese Anzahl auch 2015 halten", gibt Bezirks-obmann Rudolf Schober das Ziel für kommenden März aus.
Er sieht die Stimmung in den Gemeinden positiv und will mit einem SPÖ-Kandidaten in jedem Ort Präsenz zeigen. Auch in Gemeinden mit starken Bürgermeistern anderer Fraktionen – wie in Moosburg oder Grafenstein – soll es Listen der SPÖ geben. "In Grafenstein zum Beispiel werden wir Bürgermeister Deutschmann sicher nicht knacken. Da geht es mehr darum, die SPÖ zu stärken," erklärt Schober. Auch in Moosburg ist das Ziel, die Position von Jochen Siutz als Vizebürgermeister zu stärken.

Starke Jugend, starke Frauen
Nach der Präsenz steht auch die Ausgeglichenheit auf dem Wahlprogramm: "Unser Ziel ist es, Frauen, junge Menschen, Senioren- und Arbeitnehmervertreter auf allen Listen an wählbarer Stelle zu haben", gibt Rudolf Schober Ausgeglichenheit als weiteres Ziel für die Gemeinderatswahl aus.
Dass Frauen in der SPÖ Klagenfurt Land eine wichtige Rolle spielen, zeigt etwa Sonja Feinig: Die Bürgermeisterin von Feistritz ist eine von kärntenweit drei Frauen in diesem Amt. Geht es nach der SPÖ und Rudolf Schober, soll sie bald Gesellschaft bekommen: "In Ludmannsdorf haben wir mit Gusti Gasser eine engagierte und attraktive Kandidatin." Sie soll Ludmannsdorf als eine von zwei Gemeinden rot einfärben. Die zweite Hoffnung setzt Schober in Karl Dovjak. Er soll in Keutschach Bürgermeister Oleschko ablösen. "Oleschko hat den Zug der Zeit verpasst", so Schober.

Land kein Bonus
Seit 16 Jahren ist Rudolf Schober Bezirksparteiobmann und stellt ob seiner Erfahrung fest: "Natürlich schwingt ein wenig positiver Wind aus der Landespolitik mit. Direkten Landeshauptmann-Bonus gibt es aber keinen." Bei einer Gemeinderatswahl zählten, erklärt Schober, die Persönlichkeiten der Kandidaten. Und die Einigkeit in der Partei: "Parteien, die man aus Protest wählt, kommen meist dann zum Zug, wenn es bei den anderen intern Probleme gibt." In seiner Partei macht Rudolf Schober keine Probleme aus – im Gegenteil: "Die Stimmung ist sehr positiv."

Zur Sache

Bei den Gemeinderatswahlen 2009 gab es:
– neun Bürgermeister SPÖ
– sieben ÖVP und
– drei FPÖ
Wahlberechtigt waren 48.325 Personen, die Wahlbeteiligung lag bei 83,75%.
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