Rotes Kreuz Klosterneuburg
Interview mit einem Team Österreich Lebensretter

Erste Hilfe bei einem Atem-Kreislaufstillstand - schnelle Hilfe zählt!
  • Erste Hilfe bei einem Atem-Kreislaufstillstand - schnelle Hilfe zählt!
  • Foto: ÖRK Bezriksstelle Klosterneuburg
  • hochgeladen von Thomas Wordie

Lebensretter zur werden ist einfach! Das Rote Kreuz stellt in einem Interview
Matthias Hecht, 20 Jahre, freiwilliger Mitarbeiter beim Roten Kreuz Klosterneuburg vor. Er ist als Sanitäter seit 2017 tätig und hat sich als Team Österreich Lebensretter registriert.

Warum hast du dich beim Team Österreich Lebensretter App angemeldet?
Mittlerweile habe ich mein Hobby zum Beruf gemacht und arbeite als Sanitäter im Rettungsdienst. In Klosterneuburg bin ich nach wie vor als freiwilliger Mitarbeiter tätig. Trotz meiner hauptberuflichen Tätigkeit im Rettungsdienst, ist es für mich kein Thema, auch in meiner Freizeit zu helfen (dazu fühle ich mich verpflichtet, denn hier geht es nun Mal um Menschenleben...). Egal ob ich in Wien oder in Niederösterreich unterwegs bin … wenn in meiner Nähe etwas passiert, kann ich zum Lebensretter werden. Gerade als Mitarbeiter habe ich persönlich erfahren, wie wichtig die Herzdruckmassage durch Ersthelfer ist. Die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu überbrücken …. Dies kann Leben retten und Erste Hilfe ist einfach!

Wie läuft so eine Alarmierung ab?
Über die am Smarthphone vorher installierte Lebensretter-App wird der Standort des Handys abgefragt. Wenn nun die Rettungsleitstelle die Information über eine (vermutete) Reanimation erhält, werden die nächsten App-Nutzer (per Standort) über die Reanimation in Kenntnis gesetzt - das Handy schlägt via Push-Benachrichtigung Alarm und leitet einen per Navi zum Einsatzgeschehen. Sollte ein Einsatz nicht übernommen werden können (Verhinderung), kann man diesen auch "ablehnen". Die Adressdaten erhält man natürlich erst, wenn man zusagt. Als Lebensretter hat man einen aktuellen Erste Hilfe Kurs und man hat sich mit einem Lichtbildausweis registriert.

Wie kommt der Defibrillator zu dir oder woher weißt du wo ein Defibrillator hängt?
Auch der Defi-Standort wird über die App per Navi/Karte mit diversen Zusatzinformationen (Beschreibung der Örtlichkeit, etc.) übermittelt. Entweder wirst du als Ersthelfer zum Defi geschickt oder direkt zum Einsatzort. Dies hängt von der Örtlichen Gegebenheit ab.

Wie viele Alarmierungen hast du schon in welchem Zeitraum und wo bekommen?
Im letzten Jahr waren es insgesamt vier, wobei ich in zwei Fällen verfügbar war und den Einsatz übernommen habe (in einem der Fälle war die Rettung bereits vor mir am Einsatzort - auch das kommt vor, wenn ein Rettungswagen genauso zufällig ums Eck ist...)

Welche Ausbildung hast du und welche brauche ich als TÖL?
Ich bin zwar Notfallsanitäter, aber als Lebensretter ist ein aktueller Erste Hilfe Kurs vollkommen ausreichend. Eine gute Herzdruckmassage kann Leben retten.

Muss ich mich als Team Österreich Lebensretter fortbilden?
Das Erste Hilfe Wissen im Bereich der Herz-Lungen-Wiederbelebung muss wie bei eigentlich jedem aktualisiert werden.

Wie schaut es mit einer Versicherung aus? Falls etwas passiert?
Ist derjenige/diejenige über den Verein/die Rettungsorganisation für die Dauer des Einsatzes versichert.

Solche Einsätze sind ja auch belastend. Gibt es hier die Möglichkeit einer Nachbesprechung?
Ja, die gibt es. Nach jedem Einsatz (jedoch optional - der/die Lebensretter/in kann entscheiden, ob er die Hilfe eines "Peer" in Anspruch nehmen will). Ich persönlich habe bis jetzt keine Nachbesprechung gebraucht.

Warum würdest du empfehlen, dass möglichst viele TÖL werden?
Weil es ein tolles und vor allem sinnvolles Projekt ist (um eben die Zeit bis zum Eintreffen vom Rettungsdienst bestmöglich mittels Herzdruckmassage zu überbrücken, denn das ist das Wichtigste, von dem der Patient profitiert). So kann Österreich ein Stückchen sicherer gemacht werden!

Erste Hilfe Kurse: www.erstehilfe.at

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