"Urlaubkapelle" wird renoviert

Die "Urlaubkapelle" in Kierling wird in den nächsten Wochen renoviert.
  • Die "Urlaubkapelle" in Kierling wird in den nächsten Wochen renoviert.
  • Foto: Verschönerungsverein
  • hochgeladen von Marion Egerth

KIERLING (red). Der Verschönerungsverein Klosterneuburg wird dieses Jahr die Urlaubkapelle renovieren lassen. Die Arbeiten dazu haben am 30. 6. begonnen und werden bis etwa August andauern.
Diese barocke Nischenkapelle wurde 1695 von Valentin und Susanne Langstöger bei der jetzigen Nummer 50 errichtet. Die ursprünglich freistehende Kapelle wurde wegen der Straßenregulierung im Jahre 1904 versetzt und in die Gartenmauer der Liegenschaft Kierlinger Straße 58 eingebaut. Die damalige Besitzerin dieser Liegenschaftverpflichtete sich und ihre Nachbesitzer zur Pflege und Erhaltung. Außerdem beauftragte sie den Südtiroler Schnitzer Ferdinand Stuflesser, Bildhauer und Altarbauer von St. Ulrich in Gröden, die beiden großen Statuen von Jesus und Maria für die Kapelle zu schnitzen. Der Gnadenstuhl in der Aufsatzkartusche im Kapellengiebel wurde vom Stiftsapotheker Viktor Krach gemalt. Die Einweihung erfolgte laut Chronik von St. Martin am 25.9.1904 durch Pfarrer Scholz im Beisein vieler Teilnehmer.
Der Name dieser Kapelle "Urlaubkapelle" leitet sich von den Wallfahrten nach Mariazell ab. Da jede Wallfahrt mit einem Abschied beginnt und diese Kapelle die erste Station auf dem alten Fußweg von Klosterneuburg nach Mariazell war, wurden die Wallfahrer von der Geistlichkeit und vielen Leuten mit Fahnen bis hierher begleitet. Darauf erhielten sie den Reisesegen 
und wurden “beurlaubt“, das heißt verabschiedet.
Die Kapelle wurde einige Male vom Verschönerungsverein renoviert, wobei Inschriften auf die Errichtung und Renovierungen hinweisen. Die Einweihungen nach jeweiligen Renovierungsarbeiten fanden immer unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt und zeigen, dass diese sakralen Denkmäler nicht nur kulturgeschichtliche Bedeutung für die Stadt hatten, sondern auch ein Zeichen der Glaubenshaltung waren, die durch dieses gemeinschaftliche Feiern zum Ausdruck gebracht wurde. 
Die letzte Segnung im Jahre 1977 erfolgte im Sinne der Ökumene durch den Pfarrer Dr. Leopold Streit und den evangelischen Pfarrer Kurt Audetat.
Das dazugehörende Foto samt Angabe des genauen Standortes können sie auf der Home Page des Verschönerungsvereines: www.verschoener-v-klnbg.at finden.
Verschönerungsverein Klosterneuburg

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