Wieder Zugunglück in Kritzendorf

KRITZENDORF. Obwohl das rote Blinksignal beim Bahnübergang in Kritzendorf bei Klosterneuburg bereits mehrmals blinkte, fuhr eine Pensionistin vergangenen Samstag um 15.15 Uhr mit ihrem Pkw auf die Gleisanlage der Franz Josefs Bahn. Kaum hatte sie den Übergang befahren, schlossen sich die Bahnschranken.

Rettung durch Passanten
In ihrer Verzweiflung versuchte die Frau das Fahrzeug aus dem Gefahrenbereich zu lenken – ein verhängnisvoller Fehler. Aus der Ferne war bereits ein heran nahender Personenzug – unterwegs in Richtung Wien – zu hören. Noch immer blieb die Frau in ihrem Pkw sitzen. Couragierte Augenzeugen erkannten die Notlage, liefen auf den Bahnübergang und zerrten die Frau aus dem Auto. Wenige Sekunden später krachte die Lok frontal gegen das Fahrzeug und schleuderte es mehrere Meter weit. Die völlig schockierte Frau beobachte das Unglück bereits aus sicherer Entfernung und konnte ihr Glück gar nicht fassen – sie brach in Tränen aus und dankte ihren Helfern.

Immer wieder Unfälle
Für die Einsatzkräfte der Kritzendorfer Feuerwehr war dies innerhalb weniger Monate bereits der vierte Unfall im Gleisbereich der Franz Josefs Bahn. In allen Fällen überlebten die Unfallopfer, zum Teil schwer verletzt. Der Zugsverkehr auf der Franz Josefs Bahn war mehrere Stunden unterbrochen. Die Passagiere im Unfallzug blieben trotz Notbremsung unverletzt.
"Kein Mensch würde eine rote Ampel überfahren", meint ÖBB-Sprecher Christopher Seif. Warum dies bei Bahnschranken so oft passiere, sei selbst Psychologen ein Rätsel. Wer sich innerhalb der Schranken gefangen findet, kann, so das Auto fahrtüchtig ist, einfach durch den Schranken hindurch fahren. "Die haben eine Sollbruchstelle. Wenn das nicht mehr möglich ist, raus aus dem Fahrzeug und weg von der Gefahrenzone. Materielle Schäden wiegen hier nicht so schwer wie Menschenleben", betont Seif.

Autor:

Bezirksblätter Klosterneuburg aus Klosterneuburg

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