NÖ Innovationspreis 2021
Klosterneuburger mit "digitalem Selbsthilfeprogramm" erfolgreich

Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, Daniel Amann (Sofy GmbH), Bernhard Redl (Sofy GmbH) und Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker
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  • Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger, Daniel Amann (Sofy GmbH), Bernhard Redl (Sofy GmbH) und Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker
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Karl Ritter von Ghega-Preis: Gesamtsieger ist „Biomin“ aus Getzersdorf mit „ZENzyme“, für die beste Innovation für Digitalisierung wurde Sofy GmbH aus Klosterneuburg ausgezeichnet.

KLOSTERNEUBURG/NÖ. Zum 34. Mal wurde der „Karl Ritter von Ghega-Preis“ vergeben. Der Preis ist die wichtigste Auszeichnung für Innovationsprojekte niederösterreichischer Unternehmen und für innovative Entwicklungen von NÖ Forschungseinrichtungen. Zusätzlich wurden in fünf weiteren Kategorien die innovativsten Projekte in NÖ ausgezeichnet.

Aus 35 Einreichungen beim NÖ Innovationspreis 2021 setzte sich die Firma Biomin aus Getzersdorf mit einem neuen Produkt gegen Schimmelpilzgift durch. „ZENzyme“ ist ein biotechnologisch entwickeltes Enzym, dass das Schimmelpilzgift Zearalenon in einen ungiftigen Metaboliten umwandelt. Solche Gifte verursachen massive Ernteverluste von Getreiden, vor allem von Mais, Weizen und Soja, und gefährden die Gesundheit und Fruchtbarkeit von Nutztieren für die Lebensmittelproduktion.

Den Preis für die "Beste Innovation für Digitalisierung" räumte die Sofy GmbH aus Klosterneuburg für ihr Projekt  edupression.com, ein "Digitales Selbsthilfeprogramm für unipolar depressive Patienten". 
edupression®.com ist ein personalisiertes, digitales Selbsthilfeprogramm für depressive Menschen, integriert Ärzte & Therapeuten und setzt so neue Maßstäbe in der medizinischen Versorgung und Prävention - Mehr dazu hier: https://www.meinbezirk.at/klosterneuburg/c-wirtschaft/klosterneuburger-startup-will-mittels-app-depressionen-bekaempfen_a4715051

Aufgrund der derzeitigen Lage fand die Preisverleihung in einem kleineren Rahmen statt, was aber nichts an der Begeisterung von Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger und Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker bei der Verkündigung der diesjährigen Sieger änderte.

„Forschung, Entwicklung und Innovation sind die treibenden Kräfte für die erfolgreiche Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Niederösterreich. Die heurigen Preisträger des Innovationspreises zeigen, dass es den Betrieben gelungen ist, stärker, digitaler und innovativer aus dieser Pandemie herauszukommen. Der Unternehmergeist und die Innovationskraft unser Betriebe ist wirklich beeindruckend. Als Land Niederösterreich wollen wir den Betrieben bestmögliche Rahmenbedingungen für wirtschaftliche Erfolge und neue innovative Produkte bereitstellen. Besonders an den Technopolen und rund um das Haus der Digitalisierung, das wir gerade in Tulln errichten, wollen wir den Betrieben ein besonders unternehmerfreundliches Umfeld bieten“

, so Wirtschaftslandesrat Jochen Danninger.

„Innovationen sind ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Unternehmens. Nur wer sich weiterentwickelt und Neues ausprobiert, kann im internationalen Wettbewerb bestehen. Der NÖ Innovationspreis macht deutlich, wie innovativ und kreativ Niederösterreichs Unternehmen sind – und zwar vom Kleinst- bis zum Großunternehmen. Davon profitiert der gesamte Wirtschaftsstandort Niederösterreich! Und mit den TIP haben wir das richtige Werkzeug, um unsere innovativen Betriebe bei ihren Ideen individuell und zielorientiert zu begleiten“, unterstreicht Wirtschaftskammer NÖ-Präsident Wolfgang Ecker.

Mit den Technologie- und InnovationsPartnern NÖ (TIP), dem gemeinsamen Innovationsservice des Landes und der Wirtschaftskammer NÖ, die auch den diesjährigen Innovationspreis abgewickelt haben, werden innovative Unternehmen im Land seit vielen Jahren erfolgreich gemeinsam unterstützt – von der Idee bis zur Umsetzung.

Preise im Wert von 30.000 Euro vergeben

Die Preise in Höhe von je 4.000 Euro für die beste Innovation aus Forschungseinrichtungen, aus großen und mittelständischen Unternehmen sowie aus Kleinunternehmen vergaben jeweils das Land NÖ und die Sponsoren Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien und EVN. Der Hauptpreis (Karl Ritter von Ghega-Preis) wurde vom Land NÖ mit 10.000 Euro ausgezeichnet. Der Preis für die beste Innovation für Digitalisierung sowie der zum dritten Mal ausgerufene Sonderpreis Anwendung von Methoden zur Künstlichen Intelligenz wurden von der WKNÖ mit je 4.000 Euro prämiert.

Die Sieger in den einzelnen Kategorien

Gesamtsieger: Karl Ritter von Ghega-Preis
Biomin GmbH, Gumpoldskirchen
Projekt: ZENzyme gegen Schimmelpilzgift
Ein neues, biotechnologisch entwickeltes Enzym wandelt das giftige Schimmelpilzgift Zearalenon in einen ungiftigen Metaboliten um.
Sponsor: Land Niederösterreich

Beste Innovation aus großen und mittelständischen Unternehmen
LINETECHNOLOGY GmbH, Waidhofen/Ybbs
Projekt: BLUELINE – Das modulare Aufbereitungssystem für industrielle Reststoffe
BLUELINE bietet eine umfangreiche Produktpalette, welche nahezu alle etablierten Prozessschritte der trockenen mechanisch-physikalischen Reststoffaufbereitung abdeckt. Alles aus einer Hand – und aufeinander abgestimmt.
Sponsor: EVN

Beste Innovation aus Kleinunternehmen
Fianostics GmbH, Wiener Neustadt
Projekt: MEF-AntiCov19: Effektiver Nachweis von Antikörpern
Die hochsensitive FluoBolt™-Technologie ermöglicht erstmalig die gleichzeitige und quantitative Erfassung von Anti-S1(RBD) und Anti-Nucleocapsid Antikörpern gegen SARS-Cov-2 und soll zur international vergleichbaren Beurteilung des Immunstatus
nach Infektion und/oder Impfung eingesetzt werden.
Sponsor: Raiffeisen Landesbank NÖ-Wien

Beste Innovation für Digitalisierung
SOFY GmbH, Klosterneuburg
Projekt: Digitales Selbsthilfeprogramm für unipolar depressive Patienten
edupression®.com ist ein personalisiertes, digitales Selbsthilfeprogramm für depressive Menschen, integriert Ärzte & Therapeuten und setzt so neue Maßstäbe in der medizinischen Versorgung und Prävention.
Sponsor: Wirtschaftskammer Niederösterreich

Beste Innovation aus Forschungseinrichtungen
Fachhochschule St. Pölten
Projekt: KI in der Medizin: Unboxing the Blackbox
Künstliche Intelligenz (KI) macht komplexe Entscheidungen für KlinikerInnen nachvollziehbar und transparent. Anhand eines praxisnahen Beispiels aus der klinischen 3D Ganganalyse, im Speziellen für PatientInnen mit infantiler Cerebralparese, wird gezeigt, wie man KI erklärbar machen kann und wie ÄrztInnen diese Information zur Entscheidungsfindung nutzen können.
Sponsor: Land Niederösterreich

Sonderpreis Anwendung von KI-Methoden

Circly GmbH, St. Pölten
Projekt: KI-Baukasten: Sicheres Eintrittsportal in die kommerzielle Zukunft
Auch KMUs können nun durch eine selbstlernende & selbst optimierende interaktive Softwarelösung von der modernen KI-Technologie profitieren.
Sponsor: Wirtschaftskammer Niederösterreich

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