22.01.2018, 13:12 Uhr

Georg Hengl-Weinmayer ASVK Tischtennis Klubmeister

Richard Tekula, Klubmeister Georg Hengl-Weinmayer & Thomas Geirhofer. (Foto: Michael Filippovits, Kai Siefert 2018)
KLOSTERNEUBURG (pa). Seit über 13 Jahren waren nicht mehr so viele Teilnehmer bei der internen Klubmeisterschaft des ersten und einzigen Tischtennisvereins in Klosterneuburg: 29 Spieler machten das jährliche Turnier des ASVK zu einem Tischtennisfest.

Dabei fehlten mit Christian Nowak und der bilanzmäßigen Nummer eins des ASVK, Stefan Schmied, gleich zwei absolute Titelaspiranten bei der Veranstaltung. Nichtsdestotrotz eine äußerst bemerkenswerte Teilnehmerzahl. Waren doch nur in den Jahren 2005 (31) und 1990 (30) mehr Spieler beim internen Klubturnier. Dies bestätigt wiederum den starken, positiven Aufwärtstrend des Vereins.

Hengl-Weinmayer mit Titel Nr. 2

Der mittlerweile bewährte Austragungsmodus brachte durch die Auslosung Gruppen mit jeweils drei bzw. vier Spielern: Gesetzt waren die ersten Top-16 Spieler der Vereinsrangliste. Die besten zwei Spieler der Gruppe stiegen auf, die anderen spielten im B-Bewerb weiter. Während der Gruppenphase gab es keine Überraschungen. So konnten sich sämtliche Favoriten durchsetzen.

Überraschend und spektakulär zugleich verlief im Anschluss dafür der K.O. Bewerb. Das Viertelfinale zwischen Sabine Seidl und Thomas Geirhofer war schon praktisch in die Richtung der mehrfachen Landesmeisterin entschieden. Führte Seidl doch bereits 11:5 11:3 und 7:2 als Geirhofer noch einmal aufdrehte und das Match denkbar knapp mit 15:13 im 5. Satz für sich entschied. Eine enge Kiste war auch der Viertelfinal-Schlager zwischen dem ASVK Obmann Fabrizian Pokorny und Philipp Heck. Pokorny vergab dabei ebenfalls fast eine 2:0 Satzführung, konnte sich dann aber noch in der Entscheidungssatz retten und dank eines Aufschlagfehlers von Heck seinen ersten Matchball nutzen und damit den Einzug ins Halbfinale fixieren. Dort war dann für Pokorny gegen den Titelverteidiger und Stammspieler der zweiten Mannschaft, Richard Tekula, Endstation. Tekula fixierte ebenso locker wie Hengl-Weinmayer den Finaleinzug. Der Klubmeister von 2010 war bis zum Finale sogar ohne Satzverlust. Im einseitig beginnenden Finale konnte sich Hengl-Weinmayer relativ rasch absetzen und die ersten beiden Sätze für sich entscheiden. Just in dem Moment als die zahlreichen Zuseher bereits den Titelverteidiger Tekula abgeschrieben hatten, bäumte sich dieser nochmals auf und holte sich Satz drei knapp mit 11:9. Am Ende blieb der Kraftakt gegen einen zu offensiv zu sicher spielenden Hengl-Weinmayer aber unbelohnt. Endstand: 11:9 11:8 9:11 11:9 Hengl-Weinmayer. Der Captain der ersten ASVK Mannschaft zeigte, was nach wie vor in ihm steckt und konnte den zweiten Klubmeistertitel nach 2010 erringen. Für Tekula war der Finaleinzug aber ebenfalls ein großer Erfolg nach einer Knieverletzung gegen Ende des Vorjahres.

Im Spiel um Platz drei behielt Thomas Geirhofer ganz klar die Oberhand und konnte Fabrizian Pokorny deutlich in drei Sätzen abfertigen.

Wachablöse im B-Bewerb

Im B-Bewerb ("B" wie besser) sorgte vor allem ein unerwartetes Comeback für großes Aufsehen: Niki Biely verpasste knapp den Aufstieg in das obere Play-Off, zeigte dafür aber warum er schon vor sage und schreibe 18 Jahren am Stockerl bei den ASVK Klubmeisterschaften stand. Mit Siegen über die Jugendlichen Michaek Katzmayer und Enio Operschall erspielte sich Biely das Semifinal Ticket gegen den älteren Bruder Joshua Operschall. In diesem sehenswerten Match konnte allerdings der erst 16-Jährige Operschall reüssieren und in drei Sätzen den Finaleinzug fixieren. Auf der anderen Rasterhälfte spielte der langjährige ASVK-Obmann Herbert Katholnig seine Routine aus und stand nach Siegen über die Zukunftshoffnung Lorenz Gülich und Alexander Gregus ebenfalls im Finale. Das anschließende Endspiel war nichts für schwache Nerven. Sah doch Operschall nach einer deutlichen 2:0 Satzführung wie der sichere Sieger aus, konnte sich Katholnig noch einmal zurückkämpfen und in den fünften Satz retten. Am Ende hieß der Sieger allerdings Joshua Operschall. Eine absolute Spitzenleistung des Jugendlichen und damit wohl eine denkwürdige Wachablöse.

Das Spiel um Platz drei konnte Niki Biely gegen den Captain der 6. Mannschaft, Alexander Gregus, in fünf hart umkämpften Sätzen für sich entscheiden. Generell konnten die Jugendlichen ein deutliches Ausrufezeichen setzen und die erfahrenen Spieler mehr als nur fordern.

Jugend um ein Drittel gesteigert

Die Jugendklubmeisterschaft des ASVK fand heuer einen Tag nach der allgemeinen Klasse statt. Die Teilnehmerzahl konnte im Vergleich zum Vorjahr um ein Drittel und im Vergleich zu 2016 fast verdreifacht werden. Generell waren in der bisherigen Vereinsgeschichte erst zwei Mal mehr Kinder und Jugendliche am Start.

Im gleichen Modus (Gruppen mit anschließender K.O. Phase) wie bei den Erwachsenen spielten die Nachwuchstalente um den Titel.

Auch bei den Jugendlichen gab es während der Gruppenphase keine Überraschungen und die Favoriten konnten sich locker durchsetzen. Die Halbfinal-Matches versprachen Spannung pur: Enio Operschall konnte seinen Teamkollegen Marco Gragger in vier Sätzen bezwingen. Im zweiten Semi gewann der Sieger des B-Bewerbs vom Vortag, Joshua Operschall, gegen den talentierten Thao Nowak. Die Neuauflage des Vorjahrfinals des Jugendklubmeisterschaft war damit perfekt. Der ältere Bruder, Joshua Operschall, behielt damals die Oberhand. Auch diesmal sah es anfangs nach einer Verteidigung seines Titels aus. Enio Operschall konnte im Verlaufe des Finals einige Unsicherheiten seines älteren Bruders ausnutzen. Die Revanche und damit der erste Titel für Enio Operschall war damit perfekt.
Im Spiel um Platz drei konnte Marco Gragger seine Klasse und Erfahrung ausspielen und Thao Nowak in drei Sätzen besiegen.
Alle Spieler welche es nicht auf das Podest geschafft hatten, konnten sich jedoch mit Gutscheinen für Privattraining beim ASVK trösten.

Dankeschön

Das große Dankeschön geht an die Helfer welcher die großen und tollen Veranstaltungen erst möglich gemacht haben, sowie vor allem an den ASVK Sponsor Hauerhof 99 welche für die Siegerehrung Spitzenweine aus Kritzendorf zur Verfügung gestellt hat.


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