Großmugl greift nach den Sternen

Sobald am 11. August die Sonne untergegangen ist, heißt es "Bühne frei" für die Sterngucker.
  • Sobald am 11. August die Sonne untergegangen ist, heißt es "Bühne frei" für die Sterngucker.
  • Foto: Archiv
  • hochgeladen von Sandra Schütz

GROSSMUGL (nöwpd). Verursacht durch die vielen starken künstlichen Lichtquellen kann man in der Großstadt Wien auch bei klarer Nacht nur noch 20 bis 40 Sterne mit freiem Auge erblicken. Demgegenüber funkeln in der Gemeinde Großmugl bei wolkenfreiem Himmel jede Nacht mehr als 5.000 strahlende
Objekte am Firmament - das leuchtende Band der Milchstraße inklusive.
"Viele Besucher, die das erste Mal nach Großmugl kommen, berichten
übereinstimmend, dass sie einen Sternenhimmel in solcher Pracht noch nie
zuvor gesehen haben", erklärt Karl Schillinger, in der Gemeinde tätiger
Gastronom und Hobbyastronom. Vor allem für Bewohner lichtüberfluteter Ballungszentren sei der Blick empor in den dunklen, riesigen Weltraum ein einmaliges Erlebnis.

Tourismusfaktor Sterne
Für Großmugl zahlt sich das "Sternderlschauen" aus, lockt es doch bei guten
Beobachtungsbedingungen Gäste aus Nah und Fern. Darüber hinaus hat ihr
spektakuläres Himmelszelt die Ortschaft im Bezirk Korneuburg mittlerweile
auch international bekannt gemacht. Vor zwei Jahren war man sogar Kandidat
als neue UNESCO-Welterbestätte.
"Schon bei unserem ersten Großmugler Sternefest im Sommer 2010 sind mitten
in der Nacht rund 1.500 Menschen mit ihren Ferngläsern auf den Feldern
gestanden", erzählt Schillinger. Das Sternefest 2012 ist heuer für die Nacht
vom 11. auf den 12. August geplant - ein ideales Datum, weil "zu dieser Zeit
die Erdbahn einen Meteorstrom kreuzt und man daher bei uns besonders viele
Sternschnuppen wird beobachten können. Schließlich wollen wir den Besuchern
etwas bieten", sagt Schillinger.

Hobby-Sterngucker aufgepasst
Der nächste astronomische Höhepunkt für Hobby-Sterngucker steht bereits am
15. Juli frühmorgens bevor. Um 3:33 Uhr berührt der Planet Jupiter scheinbar
den linken Rand der Mondsichel, verschwindet dann hinter ihr und taucht um
4:19 Uhr wieder am rechten Rand der Mondsichel auf, als ob der Erdtrabant
den Riesenplaneten "ausspucken" würde. "Aufgrund der klaren Atmosphäre über
Großmugl wird dieses kosmische Schauspiel bei uns besonders eindrucksvoll
wirken", kündigt Schillinger an.

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