Blühlinge & Co.
Unsere Gemeinden retten die Bienen

Sorgen für neue Blüh-Flächen: Bürgermeister Andreas Arbesser, Gemeindrätin Roswitha Lehner und Vizebürgermeister Josef Waygand.
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  • Sorgen für neue Blüh-Flächen: Bürgermeister Andreas Arbesser, Gemeindrätin Roswitha Lehner und Vizebürgermeister Josef Waygand.
  • Foto: Marktgemeinde Langenzersdorf
  • hochgeladen von Sandra Schütz

Gemeinden und Privatpersonen können unsere Ortschaften in blühende Insekten-Paradiese verwandeln.

BEZIRK KORNEUBURG. Die Lage ist dramatisch. Die Zahl der Schmetterlinge ist in Österreich auf ein Hundertstel geschrumpft. 41 Prozent der Insekten sind gefährdet und Imker beklagen jedes Jahr das Sterben ihrer Völker. In der Landwirtschaft hat schon lange ein Umdenken begonnen, nun startet Landesvize Pernkopf mit der Landwirtschaftskammer eine große Hilfsaktion für die Sechsbeiner (siehe Interview). In Gemeinden sollen etwa Grünstreifen in blühende Paradiese für Bienen, Falter und Käfer umgewandelt werden. Das ist nicht nur eine Pracht für das Auge, es spart auch Kosten für die regelmäßige Rasenpflege. Die Bezirksblätter haben sich in der Region nach Grünflächen mit Potenzial umgesehen und mit Bürgermeistern gesprochen, ob sie bei der Rettung der Bienen dabei sind.

Die Schmetterling-Vorreiter

Das ist die Marktgemeinde Langenzersdorf, die 2018 den ersten Schmetterlingsweg auf dem Bisamberg angelegt hat. Heuer wird aus dem Weg eine "Autobahn", die von Langenzersdorf bis Bratislava führt. Koordiniert von Global 2000 werden im Rahmen des grenzüberschreitenden Projektes in Partnergemeinden Blühflächen für Schmetterlinge und andere Nützlinge angelegt, die die Biodiversität erhalten und Lebensraum für die gefährdeten Insekten sein sollen. Die Vorbereitungen haben begonnen, "Blühlinge" sollen entlang der S-Bahn und im Erholungsgebiet Seeschlacht gedeihen.

1.000 Bienenrestaurants

Auch der Bisamberger Umweltverein LELOG will zum Erblühen der Gemeinde beitragen. So verschenkt man 1.000 Samenpakete (Mail an lelog@gmx.at), mit denen eine kleine Blumenwiese von rund 25 m² ausgesät werden kann. "Wenn wir 1.000 dieser Bienenrestaurants eröffnet haben, dann ist den Bienenpopulationen in NÖ unglaublich geholfen", ist Obfrau Brigitte Etzelsberger optimistisch. Die Samen wurden übrigens kostenlos vom Fetter-Baumarkt in Korneuburg zur Verfügung gestellt.

Luft nach oben

Die gibt es definitiv in der Bezirkshauptstadt Korneuburg. Zwar hat man die Grünstreifen entlang der Bundesstraße umgeackert und frühlingsfit gemacht. Ausgesät wurde jedoch nur Rasensamen. Um aber schon die jüngsten Bewohner für die Natur zu sensibilisieren, wurden im Rahmen der Umweltaktionswochen Schmetterlingshäuschen gebastelt, wie Umwelt-Gemeinderat Alfred Zimmermann erzählt. Zugeschnitten wurden sie im Poly, zusammengebaut in der Neuen Mittelschule. Jedes Schulkind darf eines mit nach Hause nehmen. Der Rest dient als Preis beim Blumenschmuckwettbewerb.

Sorgen für neue Blüh-Flächen: Bürgermeister Andreas Arbesser, Gemeindrätin Roswitha Lehner und Vizebürgermeister Josef Waygand.
Kleine Häuschen für Schmetterlinge in Korneuburg.

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