Neues Trainingszentrum im Uniklinikum Krems eröffnet
- hochgeladen von Doris Necker
Simulationscomputer imaginiert eine Operationssituation und erfasst Leistungsparameter zum Auswerten.
KREMS. Eine neue Form der Ausbildung wird Ärztinnen und Ärzten nun am Universitätsklinikum Krems geboten. Hier wird das einzige Ausbildungszentrum in Niederösterreich für minimal invasive chirurgische Eingriffe mit modernen Simulatoren aufgebaut. Das somit entstandene laparoskopische Trainingszentrum wurde kürzlich von Landtagspräsidenten Hans Penz eröffnet, begutachtet und sogar einem Testlauf unterzogen.
„In der modernen Chirurgie wird ein großer Schwerpunkt auf minimal invasive Techniken gelegt von denen im Jahr 2013 rund 8.000 in den Niederösterreichischen Landeskliniken durchgeführt wurden. Die Lernkurve bei diesen laparoskopischen Eingriffen ist jedoch flacher und zeitaufwendiger als in der herkömmlichen Chirurgie. Diese „Virtual Reality“-Stimulatoren bieten unseren Chirurginnen und Chirurgen die Möglichkeit zu trainieren und so Ihre Leistungen zu perfektionieren. So wird das Ziel verfolgt, eine moderne und suffiziente chirurgische Aus- und Weiterbildung vor den Operationssaal zu verlagern“, erklärt Landtagspräsident Ing. Hans Penz.
Computer mit Mehrwert
Der Simulationscomputer imaginiert eine Operationssituation und erfasst während des Trainings zahlreiche Leistungsparameter die ausgewertet werden. Durch die Gerätesoftware können sogar Komplikationen eingespielt werden, die unter Umständen während einer Operation auftreten, die es dann zu lösen gibt. Durch diese Übungseinheiten wird eine Art Routine bei den Operationen erlernt.
„Statistiken bestätigen, dass nach dem Virtual Reality Training kürzere Operationszeiten und geringere Fehlerraten vorliegen, als mit dem Standard-Laparoskopietraining direkt an den Patientinnen und Patienten“, bestätigt Frau Prim. Dr. Elisabeth Stubenberger, Leiterin der Abteilung für Allgemein- und Thoraxchirurgie und freut sich über das Engagement Ihrer beiden Oberärzte Dr. Elmar Haiden und Dr. Stefan Sattler, die als Initiatoren dieses Trainingszentrums gesehen werden können.
Für mehr Qualität
Das laparoskopische Trainingszentrum am Universitätsklinikum Krems ist das Ergebnis der Strategie des NÖ Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) zur Qualitätssteigerung in der Gesundheitsversorgung in Niederösterreich: „In modernen Simulationseinrichtungen wie das laparoskopische Trainingszentrum am Universitätsklinikum Krems oder das NÖ Simulationszentrum am Landesklinikum Hochegg kann das medizinische Personal fachliche Fertigkeiten in einem geschützten Rahmen üben. Die realitätsnahen Trainings bringen mehr Routine beim Ausführen von Maßnahmen, die Behandlungsqualität sowie Patientensicherheit wird dadurch gesteigert“, betont Dr. Andreas Schneider vom NÖGUS.
Derzeit werden für die Grundausbildung in den Fächern Chirurgie, Gynäkologie und Urologie Module angeboten. In Planung ist aber auch bereits jetzt die Erweiterung auf das Fach der Thoraxchirurgie.
„Am Universitätsklinikum Krems, welches einen Ausbildungsschwerpunkt hat, sollen nun zusätzlich Ärztinnen und Ärzte des Landes Niederösterreich, die in der Ausbildung zum Facharzt für Allgemein-,Viszeral- und Thoraxchirurgie, und Gynäkologie oder Urologie sind, in laparoskopischen Operationstechniken trainiert werden“, gibt Primar Heinz Jünger, Ärztlicher Direktor, bekannt.
„Durch dieses laparoskopische Trainingszentrum erfährt die Region Mitte und die Niederösterreichische Landeskliniken-Holding eine eindeutige Aufwertung im Bereich der qualitativ hochwertigen Ausbildung unserer Spitalsärztinnen und – ärzte“, freut sich Regionalmanagerin Christa Stelzmüller.
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