Entscheidung im November
Zukunft der Praxisvolksschule in Krems ungewiss
- Auf dem Areal der kirchlich-pädagogischen Hochschule von Krems soll ein Pflegecluster entstehen.
- Foto: VG
- hochgeladen von Simone Göls
Über 200 Schülerinnen und Schüler gehen auf die Praxisvolksschule in Krems-Mitterau. Derzeit ist noch unklar, wie es mit der Schule weitergeht. Die Eltern sind besorgt.
KREMS. Auf dem Gelände der nach St. Pölten abgewanderten Kirchlich Pädagogischen Hochschule (KPH) plant das Land NÖ ein Zentrum für Pflegeberufe mit einem Lehrpflegeheim. Noch wird zwischen der Diözese und dem Land verhandelt. Wie es zukünftig mit der auf dem Areal befindlichen Praxisvolksschule weitergehen wird, ist noch ungewiss.
Kritik von ÖVP
ÖVP-Vizebürgermeister Florian Kamleitner übte bereits Kritik an SPÖ-Bürgermeister Peter Molnar und FPÖ-Bildungsstadtrat Martin Zöhrer - diese seien, was die Schule angeht, untätig geblieben. Beide weisen die Vorwürfe zurück. Laut Bürgermeister Peter Molnar gäbe er derzeit Gespräche zwischen der Stadt und dem Land NÖ. Seitens der Stadtführung wolle man die Volksschule behalten. Zöhrer sagte, man sei auf eine rasche Schließung der Schule vorbereitet und werde notfalls auch entsprechenden Kapazitäten schaffen.
Elternverein: „Wir wollen Klarheit“
„Die Zuständigen müssen jetzt die Karten endlich auf den Tisch legen. Wir Eltern fordern auch für unsere Kinder, an denen das Thema nicht spurlos vorbeigeht, Klarheit und eine umfassende Information, wie es weitergeht. Eine mögliche Schulschließung würde sowohl kurz- als auch langfristig die Diversität am Schulstandort Krems massiv verschlechtern und dieses gut eingespielte Team aus Schule-Lehrern-Kindern-Eltern auseinanderreißen. Eine funktionierende Volksschul-Infrastruktur würde zweckentfremdet werden, um dann mit Steuergeld neue Schulplätze schaffen zu müssen. Das kann nicht das Ziel der Politik sein,“ so Florian-Alexander König, Vorsitzender des Elternvereins.
Der Elternverein hat inzwischen auch eine Petition zum Erhalt der Praxisvolksschule gestartet: www.openpetition.eu/!vtypj
Bangen bis Ende November
Dem Schulerhalter wurden über die Direktion seitens des Elternvereins ein Katalog mit 13 Fragen am 6. Oktober übermittelt. Die Antwort der Schulamtsleitung der Diözese St. Pölten sei, dass bis Ende November Klarheit herrschen wird, wie und ob es mit der Schule weitergeht. Somit ist derzeit wohl warten angesagt. Bürgermeister Molnar kündigte an, den Termin nach vorne verlegen zu wollen. Die Detailplanung für das Riesen-Projekt würde laut Land NÖ noch „Monate bis Jahre“ in Anspruch nehmen.
Mehr Nachrichten aus dem Bezirk Krems:
Aktuelle Nachrichten aus Niederösterreich auf
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.