31.08.2014, 18:17 Uhr

Restaurator setzt nun Kopfgeld auf Christus-Schänder aus

Krems an der Donau: Piaristenkirche | KREMS (1. September). "Genau diese Figur ist schon vor einigen Jahren hinuntergeschmissen und beinah völlig zerstört worden", ist Restaurator Erich Pummer empört. In der Nacht von vorigen Donnerstag auf Freitag wurde genau jener blutschwitzende Christus wieder zum Vandalismus-Opfer.

Einfach umgetreten
Jemand hatte die Sandstein-Statue, die aus dem 17. Jahrhundert stammt, umgeworfen und damit nicht nur die Skulptur, die zu einer von sieben Kreuzwegstationen an der Fassade der Piaristenkirche gehört, beschädigt, sondern auch die Wandmalerei dahinter.
"Aus meiner persönlichen Tasche setze ich wieder 1.000 Euro Ergreifer-Prämie aus", erklärt Restaurator Pummer, "drei Mal haben wir damit schon Erfolg gehabt." Als Statuen des Kreuzwegs vor ein paar Jahren zerstört wurden und bei den Vandalenakten an der Kremser Dreifaltigkeitssäule.

Videoüberwachung!
"In Verona wird bereits die ganze Innenstadt videoüberwacht, es wird Zeit, das auch bei uns zu machen", regt der Restaurator an, "wir sollten uns diesen Vandalismus nicht mehr gefallen lassen."
Wer Hinweise hat, die zur Ergreifung des Täters führen, meldet dies bitte der Polizei-Dienststelle Krems.

Vandalen, jetzt reicht´s! Finger weg von unseren historischen Kulturgütern

KREMS (31. August). Er schwitzte Blut, kniete in einer Umgebung, die so gestaltet war, als könne sie der Ölberg sein und wurde in der Nacht von vorigen Donnerstag auf Freitag Opfer eines Vandalenaktes. Er, das ist eine von sieben Kreuzwegfiguren , die in Nischen an der Außenseite der Piaristenkirche stehen. Die Christusdarstellung aus Sandstein stammt aus dem 17. Jahrhundert und es muss viel Kraft gekostet haben, Statue aus ihrer Verankerung zu reißen. Und jetzt wird es viel Geld kosten, die historische Figur wieder herzurichten. Auch die Malerei im Hintergrund ist angekratzt.
Traurige Erkenntnis: Der Vandalismus dürfte in Mode gekommen sein, ein besonders drastischer Fall wurde im März im Bezirk St. Pölten geklärt:

Andere Vandalen im Bezirk St. Pölten geschnappt

Im Frühjahr hatten Vandalen, 10 jugendliche Schüler der HTL St. Pöltner und ein Arbeitsloser die Bezirke Melk und St. Pölten, vor allem das Pielachtal heimgesucht und mit ihrer Brutalität sogar hart gesottene Kriminalbeamte geschockt. Altar, Aussenfassade und die Christusstatue der idyllischen Waldkapelle von Weinburg etwa wurden ruiniert.
Von Mitte August 2013 bis 7 März 2014 hatten die Schüler 130 Strafgerichtsdelikte begangen. "Die Jugendlichen haben vorsätzlich gehandelt", hatte der St. Pöltner Bezirksinspektor Rudolf Luger damals erläutert, "Sie haben sich sogar extra ein Hammer-Set im Baummarkt besorgt." Auch ein Schlagring fand sich unter den Tatwerkzeug.

Dreifaltigkeitssäule war 2013 beliebtes Vandalenopfer

Auch in Krems haben Vandalen, die sich an sakralen Kulturgütern vergreifen, Geschichte. Auch die Kreuzwegfiguren an der Piaristenkirche wurden immer wieder Opfer.
Restaurator Erich Pummer war mit der Behebung älterer Vanalenakte an der Dreifaltigkeitssäule noch gar nicht ganz fertig, als Zerstörungswütige sie immer wieder heimsuchten. Einmal verkeilten sie ein Baustellengitter zwischen den frisch sanierten Säulen.
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2 Kommentareausblenden
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max moerzinger aus Gmünd | 01.09.2014 | 09:09   Melden
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Elisabeth Hauptmann aus Krems | 02.09.2014 | 08:50   Melden
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