30.09.2014, 09:33 Uhr

Vor 100 Jahren: Entsprungene Sträflinge

Entsprungene Sträflinge. Die Sträflinge Josef Teufert, von Beruf Rauchfangkehrer, und der Knecht Ferdinand Weinbacher entsprangen.
Die Sträflinge aus dem Gefangenenhause Krems werden täglich zeitlich früh unter Leitung eines Aufsehers zur Arbeit in die Teppich-Fabrik geführt.
An diesen Tagen nun gelang es ihnen, aus dem Hofe der Teppich-Fabrik über die Mauer zu flüchten. Während Weinbacher gleich wieder festgenommen werden konnte, gelang es Teufert, bis nach Dürnstein zu kommen, wo er sich an den Weintrauben labte.
Dann legte er sich in den Straßengraben und schlief. Ein Oberleutnant, der im Automobil vorüberfuhr, bemerkte den Sträfling und erstattete die Anzeige bei der Gendarmerie in Dürnstein, welche sofort die Verfolgung aufnahm und mit Hilfe von Weinhauern, welche den Kerl einholten und ergriffen, in Gewahrsam brachten.
Teufert ist ein sehr gefährlicher Einbrecher, welcher erst kürzlich in Mautern einen verwegenen Diebstahl verübte. Bei seiner Einlieferung nach Krems erzählte er, dass er die Absicht hatte, in Wösendorf, wo er die Hausverhältnisse kannte, einzubrechen, um Zivilkleider zu bekommen. Hierauf wäre er nach Wien und von da nach Budapest gereist.
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