10.04.2017, 16:00 Uhr

Brahmssche Umarmung bei den Festspielen Erl

Programmpräsentation im Festspielhaus: Gustav Kuhn und Hans-Peter Haselsteiner haben im Winter einiges vor (v.l.).

Gustav Kuhn und Hans Peter Haselsteiner stellen ihr Festspiel-Programm für den Winter 2017/2018 vor.

ERL (bfl). Die Druckertinte ist kaum getrocknet, aber das Winterprogramm 2017/18 steht nun fest: Die Tiroler Festspiele Erl bringen ab 26. Dezember neben zeitgenössicher Musik und Klassikern wie Puccini auch Brahms auf die Bühne. Darüber hinaus wird Peter Simonischek zu Beginn des neuen Jahres 2018 gemeinsam mit der "Musicbanda Franui" die Festspiele beehren.
Zwanzigster Festspielsommer, fünf Jahre Festspielhaus und ein neues Künstlerhaus, das im Entstehen ist – die Festspiele Erl haben Grund genug zu feiern. Zelebrieren wird dies Festspielintendant Gustav Kuhn nicht nur bei den Sommerfestspielen, die mit "Lohengrin" und "Der Ring des Nibelungen" ihr musikalisches Augenmerk auf Wagner richten. Auch die Winterfestspiele, die am 26. Dezember beginnen, bieten ein festliches und musikalisch durchaus ansprechendes Programm.

Brahms umrahmt Winterfestspiele
"Die größte Freude ist mit Hans Peter zusammenzuarbeiten", sagt Intendant Gustav Kuhn gleich zu Beginn der Präsentation des neuen Programms. Es sei ein großes Glück, dass die Festspiele Erl künstlerisch so arbeiten können wie sie es tun.
Dieses Mal wird man bei den Winterfestspielen auch Werke von Johannes Brahms einfließen lassen. "Wir haben entdeckt, dass wir mit dem Festspielorchester noch nie Brahms gespielt haben", sagt Kuhn hinsichtlich der Programmauswahl. Es dürfte aber nicht nur dieser Umstand sein, der ihn zu dieser Wahl bewogen hat. In Kuhns Karriere hat Brahms nämlich eine ganz besondere Bedeutung, hat der Festspielintendant doch sein Debüt im Ausland an der tschechischen Philharmonie 1981 mit Brahms begangen.
Alle vier Brahms Symphonien werden aufgeführt – zwei am Anfang und zwei am Schluss. Man stellt also die Festspiele in eine Art Brahmsschen Konzertrahmen. Gespannt darf man auf jeden Fall auf die Endausführung sein, wird doch das Festspielhaus auf Grund seiner Beschaffenheit eine ganz besonderen Akustik für Brahms bereiten.
Die Winterfestspiele sind aber auch für Uraufführungen und Neues offen. An den zwei Tagen nach der Eröffnung mit Brahms wird man mit einem Zeitgenössichen Doppel I- und II – Ensemble Risognanze eine szenische Version eines komplett neuen Stückes mit jungen Nachwuchstalenten zeigen und sich so der zeitgenössischen Musik widmen. Am 29. und 30. Dezember lassen die Festspiele hingegen mit Puccinis "La Boheme" und Rossinis "Il barbiere die Siviglia" die Italienische Oper hochleben. Kuhn wird "La Boheme" allerdings sehr modern interpretieren, verrät der Festspielintendant schon vorab. Nach dem Silvesterkonzert mit dem jungen Dirigenten Patrick Hahn und dem Neujahrskonzert am 1. Jänner folgt unter anderem ein Abend mit der "Musicbanda Franui und Peter Simonischek". Der Kreis wird sich am Ende der Festspiele am 7. Jänner 2018 mit dem Abschlußkonzert "Brahms-Doppel II" schließen.

Das Programm für den Winter finden Sie unter tiroler-festspiele.at/vorschau4395winter.
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