17.06.2017, 18:42 Uhr

ANGATH: 180 Jahre BMK Angath

Angath: Festplatz | (wma) Zwei Tage lang feierte Angath das 180-jährige Bestandsjubiläum der BMK Angath und dies bei prachtvollem Kaiserwetter. Festbeginn war am Mittwoch wo nach dem Segen auf dem Gelände des Angather Fußballplatzes durch den Pfarrprovisor Monsignore Peter Paul Kahr, in Begleitung der Musikkapellen von Angerberg / Mariastein, Kirchbichl und Wörgl zum Festgelände marschiert wurde. Für den musikalischen Auftakt sorgten die Musikkapellen von Hopfgarten, Kirchbichl und Itter. Für flotte Klänge wo das Tanzbein geschwungen werden konnte spielte das "Ansambel Zupan", eine Oberkrainerbesetzung, auf.

Am Feiertag, den Fronleichnamstag, lud die BMK Angath ihre Freunde zum Frühschoppen mit der BMK Angerberg / Mariastein unter der Stabführung von Thomas Mösinger. Für zünftige Blasmusik sorgte zum Abschluss die Oktoberfestkapelle "Die Karolinenfelder".

Im Zuge des Festabends am Vortag wurde ein großer Gönner der Musik mit einer hohen Auszeichnung geehrt und zugleich wurde ein großes Danke an den legendären "Achleit Jogg" - Jakob Geschwentner ausgesprochen. Der "Achleit Jogg", wie er weitum genannt wird, wurde vom Tiroler Blasmusikverband mit dem Ehrenzeichen für die Verdienste um das Tiroler Blasmusikwesen ausgezeichnet. Jakob Gschwentner der über 40 Jahre der Blasmusik treu ist hat in dieser Zeit die Musikkapellen mit über 50.000.- Euro (so Obmann Kirchler) unterstützt. Hierbei handelt es sich um die höchste Auszeichnung die vom Tiroler Blasmusikverband an Zivilpersonen (Achleit Jogg ist selbst nicht bei der Musik) vergeben wird.

Bereits 1837, so durch ein Foto mit den damaligen Gründungsmitgliedern dokumentiert, wurde die Musikkapelle Angath aus der Taufe gehoben. Als Kapellmeister wird ein gewisser Simon Gruber, Bauer beim Polz, genannt. Interessant auch die Tatsache dass der Grund für die Gründung einer Musikkapelle bereits zu so früher Zeit vermutlich auf die Innschifffahrt zurückzuführen ist. Damals wurde Kohle und Zement, unter anderem von Angath in Richtung der Donauländer eingeschifft. Angath war außerdem zu dieser Zeit eine so genannte "Schopperstätte", ein Ort also, wo Schiffe gebaut wurden. Alte Pauken aus Kupfer und weitere Instrumente die gefunden wurden weisen darauf hin dass es bereits zu dieser Zeit eine Musikkapelle gegeben hat.
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