08.01.2018, 16:22 Uhr

KIRCHBICHL: 143 JHVS d. FF Kirchbichl mit Beförderungen, Ehrungen und Neuwahlen.

Kirchbichl: Strandbad | (wma) Traditionell beginnt der Reigen der Jahreshauptversammlungen der Feuerwehren im Bezirk Kufstein wieder in Kirchbichl am Vorabend des Dreikönigstages. So konnte Kommandant Martin Embacher zur 143. JHVS mit periodischen Neuwahlen und Ehrungen eine Reihe von Ehrengästen begrüßen, unter ihnen Bgm. Herbert Rieder, Vbgm. Franz Seil, Ing. Othmar Obrist (Tiwag), LGF Gerhard Czappek (Samariterbund), Feuerwehrarzt Dr. Heinrich Prennschütz, LFK-Stv., BFK Hannes Mayr, AK Helmut Burgstaller, Kdt. Andreas Acherer (FF Bruckhäusl) sowie Kdt. Michael Druckmüller.
 
Der umfangreiche Bericht des Kommandanten zeigte ein arbeitsreiches letztes Jahr auf. Der Mitgliederstand, so Embacher, hat sich von112 auf 99 Mitglieder reduziert, bedingt durch eine Mannschaftsbereinigung. Jene Mitglieder die schon längere Zeit nicht mehr aktiv, sei es bei Einsätzen oder Übungen, wurden von mit kontaktiert und nach einem Gespräch zeigten sich viele einsichtig dass sie aus zeitlichen Gründen die Feuerwehr verlassen, daher die relativ große Mannschaftsreduktion, so der Kommandant. Das Einsatzspektrum erstreckte sich von mehreren Verkehrsunfällen, Brände von Fahrzeugen, einen Waldbrand über Sturmeinsätze, eine Leichenbergung aus dem Inn, vermeintliche Ertrinkungsnotfälle im Inn, bis hin zu Unterstützung vom Rettungsdienst und einem Gasaustritt. Dazu kommen noch Ordnerdienste, Brandsicherheitswachen, Brandmeldealarme und diverse Arbeitseinsätze. In Summe mussten wir im abgelaufenen Jahr 122 Einsätze aufarbeiten.
 
Zwei dieser Einsätze sind mir besonders in Erinnerung so Kommandant Embacher, dies ist einerseits die in allen Medien oftmals verbreitete Bergung der Leiche der jungen Wörglerin aus dem Inn wobei es sich möglicherweise um ein Mordopfer handelte und es in der nächsten Zeit zum Prozess gegen einem Verdächtigen kommen wird, sowie der Gaseinsatz der letztendlich ein undichtes medizinisches Sauerstoffgerät bei einem Patienten betraf und keine große Gefahr bestand. Wichtig ist auch dass wir trotz der Mannschaftsreduktion bei jedem Einsatz aber auch bei Brandmeldealarme mit einer dementsprechenden Mannschaft und mehreren Fahrzeugen ausrücken können, so Embacher.
 
Zahlreiche Schulungen, Kurse und Übungen aber auch kameradschaftliche Zusammenkünfte vervollständigen den Bericht des Kommandanten wobei wohl die Abschnittsübung am Grattenbergl für die Kameraden am einprägsamsten war da in voller Montur und mit Atemschutzgeräten auf den Rücken zu Fuß zum vermeintlichen Brandobjekt, die Grattenbergl Kapelle, aufgestiegen werden musste was physisch eine enorme Leistung der Kameraden war.
 
Bevor es zu den Neuwahlen ging wurden noch einige Kameraden der Kirchbichler Wehr befördert bzw. ausgezeichnet und geehrt, zudem wurde Bruno Innerhofer anlässlich seines 80. Geburtstages gratuliert und ein Geschenkskorb überreicht.
 
An Robert Brändle, der seit 1990 im Ausschuss tätig war, seit 2003 Schriftführer ist wurden Ehrengeschenke überreicht da Brändle aus zeitlichen Gründen das Amt niederlegt. Herbert Leitner der 12 Jahre im Ausschuss tätig war und diesen verlässt wurde eine geschnitzte Florianstatue als Dank überreicht. Beide bleiben aber der Feuerwehr als Kameraden im Einsatz erhalten.
 
Es langte nur ein Wahlvorschlag ein wobei der Kommandant und dessen Stellvertreter in einer geheimen Abstimmung mit nahezu 100% gewählt wurden, der Schriftführer und Kassier wurden einstimmig per Akklamation gewählt.
 
Bürgermeister Herbert Rieder dankte in seiner Rede der Kirchbichler Feuerwehr insbesondere aber den beiden scheidenden Ausschussmitgliedern Robert Brändle und Herbert Leitner wobei er zu Robert Brändle meinte dass ein Brändle bei der Feuerwehr einfach für Qualität bürgt. Er betonte auch die Wichtigkeit der Kameradschaft unter den Mitgliedern die Kommandant Embacher immer pflegt. Wichtig wäre ihm, so der Bürgermeister, dass das Verhältnis zum Bezirksverband sich wieder etwas bessern sollte.
 
BFK Mayr gratulierte und meinte zum Wahlergebnis dass dies auch dementsprechend aussagt dass eine sehr hohe Zufriedenheit unter den Kameraden mit dem Kommando herrscht. In Kürze werden wir auf eine Drohne bei bestimmten Einsätzen (Suchaktionen, Großereignisse dgl.) zurückgreifen können die in Kufstein stationiert sein wird.
 
Gerhard Czappek vom Samariterbund zeigt auf dass der Samariterbund Kirchbichl seit Kurzem im Besitze eines sehr starken Stromaggregates mit einer Leistung von 100KV/A ist und im Bedarfsfall natürlich eingesetzt werden kann.
 
Der Feuerwehrarzt Dr. Heinrich Prennschütz meinte süffisant zum Wahlergebnis dass dies schon sehr an kommunistische Verhältnisse erinnere und gratulierte den Gewählten.


BEFÖRDERUNGEN:
 
LÖSCHMEISTER:
Michael Spitzer.


AUSZEICHNUNG VOM LAND FÜR 25 JAHRE FEUERWEHRTREUE:
Thomas Embacher jun.,
Dennis Kerbl,
Herbert Leitner.


AUSZEICHNUNG VOM LAND FÜR 50 JAHRE FEUERWEHRTREUE:
Otto Moser,
Johann Schipflinger.
 
 
NEUWAHLEN:
 
KOMMANDANT: Martin Embacher,
KOMMANDANT STV.: Michael Brunner,
SCHRIFTFÜHRER: Markus Hofer,
KASSIER: Michael Pumpfer.
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Hannes Friedrich aus Kufstein | 12.03.2018 | 13:02   Melden
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