10.06.2017, 08:00 Uhr

Tiroler Feuerwehrmann für Villacher Olympiade

Der Feuerwehrmann im Löscheinsatz: Walter Rohm, Erich Ruprechter und Georg Mühlegger sind zurecht stolz auf ihr gelungenes Werk. (Foto: Eberharter)

Gemeinsames Werk dreier heimischer Künstler: Tiroler Feuerwehrmann-Figur aus Holz für Feuerwehr-Olympiade in Villach.

BEZIRK/VILLACH (be). Von 9. bis 16. Juli findet in Villach die 16. Feuerwehr-Olympiade mit Teilnehmern aus der ganzen Welt statt. Mitten im Bewerbsgelände wird dabei ein ganz spezieller Tiroler Feuerwehrmann die Aufmerksamkeit der Besucher erregen.
Der Feuerwehrmann ist 180 kg schwer, 2,20 Meter groß und ist eine Gemeinschaftsarbeit der Künstler Georg Mühlegger aus Hopfgarten, Erich Ruprechter aus Breitenbach und dem Kunstgießer Walter Rohm, ebenfalls aus Breitenbach. Begonnen hat es damit, dass die Stadt Villach einen Wettbewerb ausgeschrieben hat und Georg Mühlegger sich dabei beworben hat. Für ihn war aber von Anfang an klar, dass er seinen Freund Erich, bei dem er nach Absolvierung der Schnitzschule gearbeitet hatte, mit einbeziehen wird. Und für beide stand fest, dass diese Figur dann natürlich auch in der Region von einem wahren Fachmann seines Handwerks gegossen wird.
Sieben Modelle sind in die engere Auswahl gekommen und im Jänner des Jahres erfolgte die Vergabe. Für die drei heimischen Künstler war die Freude groß. Ruprechter schnitzte fast ausschließlich mit der Motorsäge die überlebensgroße Figur aus Fichtenholz. „Einige Kriterien der Ausrüstung waren vorgegeben und der ehemalige BZ-Feuerwehrinspektor Manfred Farthofer war mir dabei behilflich, damit ich das realistisch hinbekomme“, sagt Ruprechter. Anschließend wurde eine Silikon Negativform angefertigt und im sogenannten Wachs-Ausschmelzverfahren wurde die Figur schließlich in Bronze gegossen. In zehn Tagen wird dabei der Brennofen langsam auf 700 Grad erhitzt, das Wachs vergast und in den dabei entstehenden Hohlraum wird die Bronze gegossen. Dabei ist es wichtig, dass genügend Metall geschmolzen wird, sodass die Figur in einem Guss entstehen kann. Zwischen drei und fünf Millimeter beträgt dabei die Wandstärke des Feuerwehrmannes. „Ich habe mit dem 300 kg Tiegel gegossen und ich habe immer Respekt bei dieser Arbeit, denn das Metall ist 1100 Grad heiß“, sagt Walter Rohm, der sich seit über 30 Jahren zum Experten auf diesem Gebiet gearbeitet hat.
Kurz vor der Auslieferung des Feuerwehrmannes standen die drei Künstler bei der Figur und freuten sich über die gelungene Arbeit. Georg Mühlegger, Fa. Arti in Hopfgarten, ist der Auftragnehmer und er hat sich darauf spezialisiert, künstlerische Elemente und Spielerlebnisse in die Natur zu bringen. Dabei legt er auf heimische Qualität großen Wert. „Der Sockel, auf dem der Feuerwehrmann in Villach stehen wird, ist ein zwei mal ein Meter großer Serpentinblock aus Osttirol und kein Import aus China“, sagt er.
Über 4.000 Teilnehmer und zusätzlich Familienangehörige und Freunde werden zur Feuerwehrolympiade erwartet. Der Tiroler Feuerwehrmann wird auch als Schlüsselanhänger angeboten und dreißig Figuren im Kleinformat dienen als Preise für die Sieger.
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