25.06.2017, 12:39 Uhr

WÖRGL: Fremd.Daheim. Daheim.Fremd. Ein Theaterstück das die Problematik der Flüchtlinge etwas näher bringt.

Wörgl: Komma | (wma) FREMD DAHEIM. DAHEIM FREMD. - Allein dieser Titel des Theaterstückes das letzte Woche im Komma in Wörgl Premiere hatte weist bereits zwischen den Zeilen auf die große Problematik die Flüchtlinge haben wenn sie einerseits ihr Heimatland verlassen haben andererseits in ihrem "neuen" Heimatland angekommen sind. Das Theaterprojekt vom "Theater unterLand" dass mit der Inszenierung durch die Wörglerin Irene Turin die auch die Regie inne hatte wohl eine Einmaligkeit erlangt und zugleich auf die Probleme von Flüchtlingen in mehreren Sketchen hinweisen soll war einerseits unterhaltsam andererseits aber wurde das Publikum, das die Komma Blackbox bis auf den letzten Platz füllte, zum Nachdenken angeregt. Alltagssituationen wie etwa einen Arztbesuch, eine Straßenbahnfahrt oder ein Einkaufsbummel zeigten auf welche Situationen die für uns als Normalität angesehen werden aber für Flüchtlinge teilweise ein unüberbrückbares Hindernis sein können.

Geplant, so Irene Turin, war eine Produktion in der Flüchtlinge gemeinsam mit heimischen TheaterspielerInnen zugleich auf der Bühne stehen. Dass dies nur ein Wunschtraum war zeigte sich gleich am Anfang nach der Geburt von "Fremd Daheim. Daheim Fremd." und so entschloss sich Turin das Theater das sich ja um Flüchtlinge handelt die Rollen auch mit jungen Flüchtlingen zu besetzen. Das es gewisse Anfangsschwierigkeiten gab ist normal. Unsere Arbeitssprache war von Anfang an Deutsch und wo die Sprache versagte wurde faktisch mit Händen und Füßen "geredet", dazu kam der Gesichtsaudruck die Körpersprache die dann zeigte was gemeint war. Die Gruppe ist gewachsen durch Freunde, eine Mitschülerin aus einem Deutschkurs und durch Evelyn, eine begehrte Mitspielerin und wichtige Verstärkung des Teams zudem stieß in letzter Sekunde auch noch Thaisir Haj Hussein zu uns, der auf seine Saz für die richtige orientalische Musikbegleitung sorgte.

Und wie sich bei der Premiere zeigte machte Irene Turin mit ihrem Organisationstalent mit diesem Theaterstück damit einen Goldgriff.

Ein Theaterstück das nicht nur für Unterhaltung sorgen soll sondern ein Theaterstück dass zum Nachdenken animieren soll, zum Nachdenken wie es Flüchtlingen wirklich ergeht auch wenn die einzelnen Szenen teils pantomimisch und vielleicht auch mit einem gewissen Witz vorgetragen werden so war jedem Besucher dieser Premiere am Ende des Stückes klar dass mit den Flüchtlingen Menschen zu uns gekommen sind, Menschen die flüchten vor Krieg, Tod, Hunger aber auch durch Situationen in denen sich ein Mensch wie Du und Ich nicht hineinversetzen können!
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