01.12.2016, 09:01 Uhr

120 Sekunden Finale: Der "intelligente Schuh" ist die beste Geschäftsidee Niederösterreichs

Markus Raffer ist der Sieger von "120 Sekunden – die niederösterreichische Geschäftsidee 2016" (Foto: Fotos: Daniela Matejschek Photography)

Markus Raffer pitcht sich in der Fachhochschule St. Pölten zum Sieg

ST. PÖLTEN. Saunaschal, Dating App und Fitnessbox. Beim großen 120 Sekunden Finale zeigten sich die Niederösterreicher von ihrer kreativen und Innovativen Seite.

Input für die Wirtschaft

In der Fachhochschule St. Pölten ging die große "120 Sekunden"-Abschlussgala über die Bühne. Gesucht und gefunden wurde die niederösterreichische Geschäftsidee 2016.
"Nicht nur die Location ist heuer neu, sondern alle Jahre wieder sind es auch die Ideen. Und sie werden mehr und besser", so Bezirksblätter-Geschäftsführer Oswald Hicker. Einen Input für die positive Entwicklung sieht damit auch Bezirksblätter-Geschäftsführer Ewald Schnell: "Diese Ideen sind es wert, umgesetzt zu werden.
Begeistert von der Umsetzung der Ideen ist Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav: "Es gibt unglaublich viele kreative Menschen in Niederösterreich."
Für Sonja Zwazl, Präsidentin der Wirtschaftskammer Niederösterreich ist es wichtig, dass jemand, der sich selbstständig macht, auch erfolgreich ist. "Wichtig ist es an seine Idee zu glauben und jede Unterstützung anzunehmen", so Zwazl.


Die strahlenden Sieger

Markus Raffer und Kevin Pajestka von der Tec-Innovation GmbH in Hautzendorf entwickelten den WALKASSIST, einen intelligenten Schuh zur Hinderniserkennung, der blinden und sehbeeinträchtigten Menschen den Alltag erleichtern soll. Im Inneren des Schuhs befinden sich Sensoren zur Abstandsmessung, sowie Lagesensoren zur Erkennung der Fußposition verbaut. Die Idee des Walkassists entstand an der HTL-Mistelbach im Rahmen einer Diplomarbeit. "Wir nutzen mit diesem, zum Patent angemeldetem, System die Technik des 21. Jahrhunderts, um Menschen unabhängig zu machen", erklärt Markus Raffer. "Ich habe nicht mit dem ersten Platz gerechnet", strahlt der Gewinner. Nach der Gala steht allerdings wieder Arbeit am Programm: "Wir sind am weiterentwickeln der Pläne. Aktuell ist es der vierte Prototyp", fügt er hinzu.

Den zweiten Platz gibt es doppelt

Den zweiten Platz teilen sich Markus Mellman mit der Dating App Candidate und Andreas Ascher mit der "My box to go" Fitnessbox. "Beim Datingspiel Candidate kann man Menschen spielerisch kennenlernen", erklärt Erfinder Markus Mellman aus Neunkirchen. Man stellt den anderen Candidates bis zu fünf Fragen zu den Themen, die interessieren, bewertet ihre Antworten oder nimmt einfach selbst an einem Spiel teil und beantwortet die Fragen anderer Spiele. Anonym oder wahlweise mit einem Bild lernt man so sein Gegenüber kennen. "Für uns ist es wichtig, die Userzahlen weiter in die Höhe zu schrauben und das Spiel weiterzuentwickeln", so das nächste Ziel von Andreas Mellmann. Aber ist der Erfinder selbst auch auf seiner App aktiv? "Ja. Die Richtige hab ich noch nicht gefunden", verrät er.
Andreas Ascher aus Lindabrunn trat mit der Fitbox, einem Finessgerät, das Stepper, Jumpbox, Pushup Bars und Wackelbrett vereinbart, im Finale an. "Ich habe im Sommer mit der Entwicklung angefangen. In drei Monaten war sie fertig", so Ascher. "Mit einem Stockerlplatz hab ich nicht gerechnet", freut er sich. Wie es weitergeht? "Werden wir sehen. Ich hab die Fitbox schon zum Patent angemeldet", erklärt Andreas Ascher.

Vorjahressieger "Bärnstein"

Mit ihrem In-Getränk aus Grünem Kaffee, Dirndln, Holunderblüten, Verjus (Saft aus sauren Trauben) und Hibiskus holten sich Martin Paul, Lukas Renz und Maximilian Grandl im vergangenen Jahr den Sieg bei "120 Sekunden – die niederösterreichische Geschäftsidee". "Man muss einfach immer dran bleiben. Auch wenn es einmal bergab geht. Wichtig sind Unternehmergeist und Eigenmotivation", so Lukas Renz vom Erfindertrio bei der Gala.



Die Kooperationspartner von 120 Sekunden sind:


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