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Evi Moschen (Obst- und Gartenbauverein Grins), der Vortragende Dr. Thomas Guggenberger, DI Daniel Nigg (Obst- und Gartenbauverein Grins) und Mag. Reinhold Jäger (Obst- und Gartenbauverein Fließ), (v.l.).
Der Vortrag „Am Ende der Klimaschuld – Entlastung“ von Dr. Thomas Guggenberger entdramatisiert die aktuelle Klimadebatte und eröffnet völlig neue Perspektiven jenseits von Schuldzuweisungen. Zu hören war der spannende Vortrag am 12. März in der Aula des BRG/BORG Landeck.
LANDECK. (lisi). Der Vortrag zum gleichnamigen, kürzlich erschienenen Buch „Am Ende der Klimaschuld – Entlastung“ von Dr. Thomas Guggenberger – renommierter Agrarwissenschaftler und Leiter des Instituts für Nutztierforschung an der HBLFA Raumberg-Gumpenstein – verbindet wissenschaftliche Einordnung mit persönlicher Reflexion und praxisnahen Ansätzen für einen konstruktiven Umgang mit dem Klimawandel. Organisiert wurde der Vortrag von der KLAR! sowie den Obst- und Gartenbauvereinen Grins und Fließ rund um Mag. Reinhold Jäger (Fließ) und DI Daniel Nigg (Grins). Im Kern widmete sich die Veranstaltung der Frage, wie wir der Klimaerwärmung begegnen können, ohne in Schuldzuweisungen oder lähmende Angst zu verfallen. Stattdessen plädiert Thomas Guggenberger für einen Ansatz der Entlastung: einen Perspektivwechsel hin zu konkreten Handlungsmöglichkeiten, wirksamen Anpassungsstrategien und einem zuversichtlichen Blick in die Zukunft.
In seinem im Februar erschienenen Buch - „Am Ende der Klimaschuld – Entlastung“ - zeigt der Referent ebenso wie im Vortrag, ein Bild eines Motorradfahrers in einer Kurve. Es zeigt deutlich: Ein Mensch verliert in einer Kurve die Bodenhaftung. Dazu assoziiert er:
„Die Menschheit verliert sie im Lauf der Geschichte.“
Wie im Buch in Geschichtenform dargestellt, erzählte Thomas Guggenberger auch beim Vortrag von diesen beiden Bewegungen – die persönliche sowie die globale in aufeinander gespiegelter Form. So steht die Geschichte eines Mannes – in diesem Fall seine eigene – der in der Freiheit seiner Selbstbestimmung an seine Grenzen stößt. Auf der anderen Seite spiegelt sich das Schicksal der Zivilisation, die an den Grenzen ihrer Energie und an der Physik des Klimas scheitert.
Das Buch "Entlastung - Am Ende der Klimaschuld" ist im Februar 2026 erschienen.
„Die gute Nachricht ist, dass die Erde viel resilienter ist, als wir glauben.“
Immerhin blickt unser Planet auf eine Milliarden Jahre währende Geschichte zurück.
„Es ist seit 100 Jahren entschieden“
Immer wieder in seinem Vortrag stellte Thomas Guggenberger die Fragen in den Raum:
„War das Unvermeidliche vermeidbar? Und wenn nicht - wie leben wir weiter damit?"
Weiters erklärte Guggenberger, dass Methan eine deutlich kürzere Lebensdauer in der Atmosphäre hat als CO2. Und: Methan erzeugt einen dynamischen Kreislauf, insbesondere in der Landwirtschaft. Wiederkäuer erzeugen Methan, das sich aber relativ schnell wieder abbaut. CO2 hingegen sei das langfristig entscheidende Gas und folglich Haupttreiber der langfristigen Erderwärmung.
„Das Grundproblem der Klimaerwärmung ist die Verwendung fossiler Energie“,
ist Dr. Guggenberger überzeugt und:
„Das Abbauverhalten macht den Schaden.“
Diese Grafik zeigt die Abbaugeschwindigkeit der Treibhausgase.
„Es ist seit 100 Jahren entschieden. Die Klimaerwärmung wird so lange voranschreiten, bis die fossilen Energieträger erschöpft sind.“
Die gute Nachricht folgte sofort:
„Fossile Energie wird enden.“
Am Ende stehe daher kein Untergangsszenario, sondern eine neue Form der Hoffnung – getragen von der Kraft eines tragischen Optimismus. Mit diesem Gedanken leitete er zu zukunftsfähigen Lösungen über. Sein Schlussappell war klar:
„Es geht um Effizienz und Sparsamkeit. Kauft nichts, was wir nicht brauchen – etwa im Bereich Fast Fashion – und erledigt Dinge so effizient wie möglich.“
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