Wunden weitgehend verheilt

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Fünf Jahre nach dem verheerenden Ereignis in Pfunds wurde vergangenen Samstag die Verbauung des Stubner Baches eingeweiht.

PFUNDS (tani). Bgm. Gerhard Witting erinnerte, dass sich damals – 22. August 2005 – der Stubner Bach in eine riesige Geröll- und Schlammlawine verwandelte, die cirka 80.000 Kubikmeter Murmaterial zu Tal beförderte.

Ca. 12 Millionen Euro Schaden
„Davon sind rund 60.000 Kubikmeter im Ortsteil Stuben abgelagert worden“, sagte Witting. Cirka 80 Gebäude wurden beschädigt, an die 200 Personen waren direkt betroffen. „Die Schadenssumme bei den privaten Gebäuden und Betrieben betrug rund 11 Millionen Euro. Bei gemeindeeignen Einrichtungen fiel eine Schadenssumme von zirka 750.000,- Euro an“, so der Pfundser Dorfchef.

„Wir waren verzweifelt und hatten Angst, es nicht mehr zu schaffen. Aber die unglaubliche Welle der Hilfsbereitschaft hat uns Mut gemacht“, sagte Andreas Wachter, Kommandant der FF Pfunds, mit bewegender Stimme.

Welle der Hilfsbereitschaft
Es wurde in vielfältiger Weise geholfen. Alles aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Eine besondere Nachbarschaftshilfe erfolgte durch die Gemeinden, Tourismusverbände und Seilbahnen der Gemeinden Serfaus, Fiss, Ladis und Nauders. „Sie haben als Soforthilfe 650.000,- Euro gespendet“, erinnerte Bgm. Witting. Aber auch die Politik habe damals rasch reagiert und ihre Verantwortung wahrgenommen. „Ich möchte den heutigen Tag zum Anlass nehmen, allen für die erwiesene Solidarität Danke zu sagen“, so Witting.

Noch immer Angst vor Unwettern
Inzwischen sind die Wunden vom Katastrophenereignis fast verheilt. Die Verbauung des Stubner Baches ist fertig, bis auf das große Geschiebebecken im Oberlauf. Deshalb sorgt bei einigen Familien die Vorhersage von Unwettern immer noch für Zittern. „Ruhig schlafen können wir erst, wenn die Verbauung am Berg fertig ist“, sagte FF-Kommandant Wachter. Bgm. Witting zeigte Verständnis für das Drängen. Er teilte aber mit, dass das Geschiebebecken bis zur Schneeschmelze seine Schutzfunktion erfüllen könne. Mit der Fertigstellung rechnet Witting noch im Jahre 2011.

LH Günther Platter meinte bei der Einweihung: „Als positive Erinnerung an die Katastrophe bleibt, dass zusammengehalten wird, wenn`s schwierig wird“.

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