Am Schwarzenbergplatz blüht ein Labyrinth

Initiatorin Tina Zickler mitten unter ihren "Babys".
  • Initiatorin Tina Zickler mitten unter ihren "Babys".
  • Foto: Brandstetter
  • hochgeladen von Yvonne Brandstetter

LANDSTRASSE. "Ein Labyrinth ist kein Irrgarten", darauf beharrt Tina Zickler. "Im Labyrinth soll man sich nicht verirren, es gibt nur einen Weg zur Mitte." Sie muss es wissen. Seit vielen Jahren beschäftigt sich die Wiednerin mit der Faszination von Labyrinthen, einem vor 5.000 Jahren aus dem Mittelmeerraum gekommenen Kulturerbe.

Es soll den Lebensweg, den Weg zur Mitte darstellen. Tina Zickler hat sich nun am Schwarzenbergplatz einen Wunsch erfüllt. Ihre Ausstellung "Sharing Heritage" beinhaltet neben Fotos der berühmtesten Labyrinthe der Welt das größte, temporäre Pflanzenlabyrinth Europas. Der Weg dorthin war nicht immer einfach. "Es war harte Arbeit, vor allem, da ich die Kosten stemmen und das meiste alleine machen musste", so die gelernte Kommunikationswissenschaftlerin. Geholfen hat ihr dabei das Crowdfunding, das sie online eingerichtet hat. 

Neun Sorten heimischer Pflanzen

Zickler ist überzeugte Europäerin und wollte anlässlich des Europäischen Kulturerbejahres 2018 etwas Besonderes gestalten. In Absprache mit den Österreichischen Bundesgärten besorgte sie heimische Pflanzen – neun Sorten sind es insgesamt – und kreierte damit ein Labyrinth mitten am Schwarzenbergplatz, untermalt mit inspirierender Musik.

Viel körperliche und geistige Arbeit waren involviert, aber wenn Zickler über ihr Projekt spricht, merkt man, dass sie mit Leib und Seele dabei ist. "Ich habe jetzt 400 Kinder. Die Bäume sind meine Babys", lacht die Wiednerin. Und so pflegt und gießt sie sie auch selbst. Die ersten beginnen bereits zu blühen, in den nächsten Wochen werden es wohl stets mehr werden.

Michael Ludwig bei Eröffnung

Die Eröffnung am 14. April war ein voller Erfolg. "Das Wetter war perfekt, die Leute gut drauf, sogar Bürgermeister in spe Michael Ludwig war anwesend", freut sich die Verantwortliche. Bis am 3. Juni ist das Labyrinth noch zu bestaunen. Eintritt gibt es keinen, lediglich um freie Spenden wird gebeten. "Mir war wichtig, dass es inklusiv ist", stellt Zickler klar. "Ich will, dass auch Menschen, die es sich vielleicht nicht leisten können, ins Kunsthistorische Museum zu gehen, Freude an Kunst und Kultur haben können."

Und wie geht es nach dem 3. Juni weiter? "Neue Projekte sind gerade nicht geplant, aber ich würde mir wünschen, dass alle Pflanzen hier eine Heimat finden", sagt sie. Wer sich selbst von der Faszination Labyrinth überzeugen möchte, ist täglich von 9 bis 19 Uhr willkommen.

Autor:

Yvonne Brandstetter aus Penzing

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