Hetzgasse 8: Haus liegt jetzt in Schutzzone

Sogar eine Bürgerinitiativesetzt sich für den Erhalt der Hetzgasse ein.
  • Sogar eine Bürgerinitiativesetzt sich für den Erhalt der Hetzgasse ein.
  • Foto: Bajer
  • hochgeladen von Andreas Edler

LANDSTRASSE. Hausbesitzer, die ihr Zinshaus abreißen möchten, Hausbewohner, die noch bleiben wollen, eine Bürgerinitiative, die für die verbliebenen Mieter kämpft: In der Hetzgasse 8 spielte sich in den letzten Monaten das ganze Drama um Gründerzeithäuser ab. Im Januar stieg man noch auf die Barrikaden, weil im Hof des Hauses eine Brunnenbohrung durchgeführt wurde.

Ab heute könnte sich der Kampf in der Hetzgasse für die verbliebenen Mieter zum Guten wenden. Das Weißgerberviertel, wo sich die Hetzgasse 8 befindet, wurde zur Schutzzone erklärt. Mit dem Widmungs-Verfahren als Schutzzone werden alle Abrisstätigkeiten, die schon begonnen haben, gestoppt, wie die Wiener Zeitung berichtet. Ein Abriss sei nur möglich, wenn die technische Abbruchreife gegeben sei – in der Hetzgasse 8 sei das allerdings nicht so.

Der Abriss des Gründerzeithauses stand quasi schon fest – und das vollkommen rechtens. Hauseigentümerin Ingrid Soulier ist im Besitz einer eines gültigen Abriss-Bescheides und macht auch keinen Hehl aus ihrem Vorhaben: "Ich verstehe die Interessen der Mieter, aber wir haben auch unsere eigenen Interessen."

Geplant ist seitens der Eigentümer ein Neubau, der auch laut Abriss-Bescheid "im öffentlichen Interesse" sei. Jetzt heißt es sechs Wochen warten: Dann wird der Bauausschuss seine Stellungnahme zur Schutzzone präsentieren.

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