Stiftsmuseum St. Paul
Hochzeitsgewand von Kaiserin Elisabeth & Kinderkatalog
- Museumsdirektor Gerfried Sitar mit dem Hochzeitskleid
- Foto: Stift St. Paul
- hochgeladen von Katharina Weber
Bis Ende Oktober 2026 gibt es im Stift St. Paul eine besondere Ausstellung zu betrachten: Das Hochzeitskleid der Kaiserin Elisabeth ist in Form eines Vespermantels zu sehen. Zudem gibt es einen neuen Kinderkatalog.
ST. PAUL. Ein außergewöhnliches Stück österreichischer Kulturgeschichte ist noch bis Ende Oktober 2026 im Stift St. Paul zu sehen: Das Hochzeitskleid von Kaiserin Elisabeth hat in umgearbeiteter Form als Vespermantel seinen Platz in der Sonderausstellung "frau – Mädchenlaune oder Meisterwerk?" gefunden (Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr).
Vom Hochzeitskleid zum Vespermantel
Ursprünglich wurde das prachtvolle Gewand 1854 für die Hochzeit der bayerischen Herzogin Elisabeth mit Kaiser Franz Joseph I. angefertigt. Als Brautkleid stand es für höfische Pracht, dynastische Repräsentation und die Bedeutung der Habsburger Monarchie. Später erhielt das kostbare Kleid jedoch eine völlig neue Bestimmung: Die wertvollen Stoffe wurden in einen Vespermantel, ein sogenanntes Pluviale, umgearbeitet und gelangten in die Basilika Maria Taferl in Niederösterreich. "Damit wurde aus einem Gewand der kaiserlichen Hochzeit ein liturgisches Parament, das fortan nicht mehr der Repräsentation einer Person, sondern dem Gottesdienst diente", so Gerfried Sitar, Museumsdirektor im Stift St. Paul.
Zeitreise für Kinder
Im Museum im Stift St. Paul wird zudem Geschichte für Kinder lebendig. Ein neuer Kinderkatalog lädt junge Besucherinnen und Besucher zu einer spannenden Entdeckungsreise durch vier Etagen des Stiftsmuseums ein. Begleitet werden sie dabei von der Stiftsmaus Pauli, die neugierig, aufmerksam und mit viel Freude durch die Räume führt. An verschiedenen Stationen begegnen die Kinder der Geschichte des Stiftes auf spielerische und zugleich verständliche Weise. Der Kinderkatalog möchte aber nicht nur Wissen vermitteln. Er lädt auch dazu ein, genau hinzuschauen, Fragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. So wird das Museum im Stift St. Paul zu einem Ort, an dem Kinder staunen, entdecken und verstehen dürfen.
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