Maria Rojach
Nah & Frisch schließt, Adeg Markt startet mit 2027
- In Maria Rojach wird aus dem bisherigen Nah-&-Frisch-Geschäft künftig ein Adeg-Markt mit Hybridangebot, Post, Trafik und geplanter Kaffee-Ecke.
- Foto: Großes Bild: Privat; Portrait: REWE Großhandel GmbH/Kh Fessl
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Noch bis Jahresende führt Edeltraud Stark das Nah-&-Frisch-Geschäft in Maria Rojach. Danach gibt sie ihre Selbstständigkeit auf. Für den Standort gibt es allerdings bereits konkrete Pläne: Eigentümer Rudolf Verhounig will das Geschäft übernehmen, umbauen und künftig als Adeg-Markt weiterführen.
MARIA ROJACH. Das Nah-&-Frisch-Geschäft in Maria Rojach ist seit drei Jahren unter der Führung von Stark. Neben dem Lebensmittelgeschäft gehören auch ein Hybridmarkt, eine Poststelle und eine Trafik zum Angebot. Dennoch sagt Stark. "Es läuft leider nicht so gut. Die Frequenz ist einfach zu niedrig." Gerade jüngere Menschen würden ihre Einkäufe häufig am Arbeitsort in Wolfsberg oder anderen Städten erledigen.
- Mit Ende des Jahres endet für Edeltraud Stark die Zeit als selbstständige Kauffrau.
- Foto: Privat
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Neustart im Jänner
Mit Ende des Jahres endet für Stark daher die Zeit als selbstständige Kauffrau. "Ich gebe mit Jahresende meine Selbstständigkeit auf", erklärt sie. Auch das Gebäude selbst sei in die Jahre gekommen und müsse saniert werden. Eigentümer des Gebäudes ist Adeg-Kaufmann Rudolf Verhounig. Er will den Standort nicht aufgeben, sondern selbst übernehmen und daraus einen Adeg-Markt machen. Geplant ist ein Umbau mit anschließender Neueröffnung – wenn möglich bereits Anfang Jänner 2027. "Jeder Tag, an dem das Geschäft zu ist, ist ein verlorener Tag", betont Verhounig.
- Rudolf Verhounig übernimmt den Standort in Maria Rojach und will das Geschäft umbauen und als Adeg-Markt weiterführen.
- Foto: EWE Großhandel GmbH/Kh
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Hybrid, Post und Kaffee-Ecke
Auch im neuen Adeg sollen die bisherigen Angebote erhalten bleiben. Geplant sind weiterhin ein Hybridmarkt, eine Poststelle und eine Trafik. Zusätzlich möchte Verhounig eine Kaffee-Ecke schaffen, die als Treffpunkt für die Bevölkerung dienen soll. "Damit die Leute miteinander kommunizieren können", erklärt er seine Idee. Wie umfangreich der Umbau ausfallen wird, steht derzeit noch nicht fest. Ende Oktober beziehungsweise Anfang November will Verhounig das Gebäude genauer begutachten. Dabei soll unter anderem geprüft werden, wie alt die vorhandenen Geräte sind, wie gut das Gebäude isoliert ist und in welchem Zustand sich das Dach befindet. Erst danach lasse sich abschätzen, wie hoch die Investitionskosten ausfallen werden.
Hybrid für ländlichen Raum
Verhounig setzt bereits seit Mai 2025 in seinen Märkten auf das Hybridmodell des REWE-Konzerns. Für kleine Geschäfte am Land sei dieses Konzept aus seiner Sicht entscheidend, um wirtschaftlich bestehen zu können. "Das Überleben am Land ist nur möglich mit Hybrid", sagt er. Hintergrund sei vor allem der hohe Personalaufwand bei gleichzeitig begrenztem Umsatz. Früher habe in Familienbetrieben die gesamte Familie mitgearbeitet. Das sei heute kaum noch möglich. "Deshalb muss man sich bei gewissen Dingen überlegen, was machbar ist." Die Möglichkeit, außerhalb der betreuten Öffnungszeiten einzukaufen, werde von den Kunden gut angenommen.
Mit der Übernahme in Maria Rojach eröffnet Verhounig seinen siebenten Adeg-Markt. Drei Standorte befinden sich im Bezirk Völkermarkt – in Griffen, Ruden und Tainach. Im Bezirk Wolfsberg betreibt er derzeit Märkte in St. Stefan, St. Margarethen und Reichenfels. Maria Rojach wird damit der vierte Standort im Bezirk Wolfsberg.
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