Nach 20 Jahren
Wolfsbergs Wahrzeichen erstrahlen in neuem Glanz
- Von links: Sabrina Hollauf, Evelyn Zingerle, Manuel Hassler, Bgm. Alexander Radl, Guido Weber, Hans-Peter Baldau.
- Foto: Stadtgemeinde Wolfsberg
- hochgeladen von Bernice Christin Binder
Nach mehr als 20 Jahren wurden die historischen Sandsteinfiguren entlang der Klagenfurter Straße erstmals wieder gründlich gereinigt. Neben den barocken Skulpturen selbst wurden auch die schützenden Plexiglasgehäuse von Staub und Ablagerungen befreit.
WOLFSBERG. Die fünf lebensgroßen Sandsteinfiguren zählen zu den markantesten historischen Wahrzeichen Wolfsbergs und säumen den Stadtpark, der 1886 auf Initiative des Apothekers und Bürgermeisters Alois Huth angelegt wurde. Die Skulpturen werden dem aus Südtirol stammenden Bildhauer Veit Königer (1729–1792) zugeschrieben, der an der Akademie der Bildenden Künste in Wien studierte und vor allem in Graz sowie der Steiermark wirkte. Dargestellt sind Christus kniend am Ölberg, Christus an der Geißelsäule, der sitzende und verspottete Christus, der stehende Ecce Homo sowie die kniende Maria Magdalena.
Von der Kreuzkapelle in den Stadtpark
Ursprünglich befanden sich die Figuren in der barocken Kreuzkapelle. Im Zuge ihres Umbaus zur Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten der beiden Weltkriege sowie des Kärntner Abwehrkampfes wurden die Skulpturen 1954 in den Stadtpark versetzt. Seit 1956 dient die Kreuzkapelle als Gedächtnisstätte für die Opfer beider Weltkriege.
Schutz bewährt sich seit 2005
Um die empfindlichen Sandsteinskulpturen vor Witterung und Verkehrsverschmutzung zu schützen, wurden 2005 Schutzgehäuse aus Plexiglas errichtet. Zuvor mussten die Figuren aufgrund der starken Belastung durch den Straßenverkehr regelmäßig gereinigt werden. Die Verglasungen haben sich seither als wirksame Schutzmaßnahme erwiesen und wesentlich zum Erhalt der historischen Kunstwerke beigetragen.
Stadtgärtnerei und Wirtschaftshof im Einsatz
Nach mehr als zwei Jahrzehnten wurden nun sowohl die Schutzverglasungen als auch die Skulpturen selbst umfassend gereinigt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtgärtnerei sowie des Wirtschaftshofes entfernten Staub, Ablagerungen und Verschmutzungen mit großer Sorgfalt. Dank der Reinigungsarbeiten präsentieren sich die historischen Figuren entlang der Klagenfurter Straße nun wieder in ihrem ursprünglichen Erscheinungsbild und setzen gemeinsam mit dem Stadtpark einen eindrucksvollen Akzent im Wolfsberger Stadtbild. Zugleich erinnern sie an ein bedeutendes Kapitel der Kultur- und Kunstgeschichte der Stadt.
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