Kurioser tierischer Einsatz
Schwan legt U-Bahnverkehr in Wien lahm
- Die Haltestelle Donaumarina bei der U2. Hier verirrte sich ein am Donnerstag ein Schwan auf die Gleise und sorgte so für eine Öffi-Störung.
- Foto: Karl B.
- hochgeladen von Karl B.
Pendlerinnen und Pendler mussten am Donnerstagvormittag einen Unterbrechung des Linienbetriebs bei der U2 in Kauf nehmen. Nicht aber ein technisches Gebrechen, ein medizinischer Notfall oder ein Polizeieinsatz sorgten dafür, sondern: ein Schwan.
WIEN/LEOPOLDSTADT. Auch wenn das "U" in U-Bahn für "Untergrund" steht, in Wien gibt es auch längere Streckenabschnitte, die überirdisch verlaufen. Zu den Klassikern zählt die U6 im Bereich des Gürtels oder auch die U1 in der Donaustadt. Ganz grundsätzlich verlaufen die U-Bahnführungen über die Donau über dem Fluss.
So befindet sich die Station Donaumarina in der Leopoldstadt über dem Straßenniveau. Dies kann auch dazu führen, dass sich nicht nur Passagiere in die Station verirren, wie sich am Donnerstag gezeigt hat. Denn kurz nach 10 Uhr ging zumindest kurzfristig nichts mehr auf der U2 in dem Bereich. Der Grund: "Tiere im Gleis" im Bereich Donaumarina.
Schwanenrettung
"Um 10.11 Uhr wurde ein Schwan auf den Gleisen der U2-Station Donaumarina entdeckt", schildern ein Sprecher der Wiener Linien gegenüber MeinBezirk. Umgehend wurde der Betrieb eingestellt, um das Tier nicht zu verletzen.
- Die Donaustadtbrücke sorgt dafür, dass die U2 über die Donau gelangt.
- Foto: Christa Posch
- hochgeladen von Christa Posch
Nach der ersten Unterbrechung wurde dann der gesamte Zugverkehr über das erste von zwei Gleisen vollständig abgewickelt. Währenddessen wurde auf dem anderen Gleis versucht, das Tier aus gefährlichen Situation wegzubekommen.
"Wir waren ungefähr 20 Minuten im Gleiswechsel unterwegs", schildert der Sprecher. Der Rettungsversuch war gut gemeint, letztlich entschied sich der gefiederte blinde Passagier dann doch selbstständig, sich von den Gleisen zu bewegen und die Strecke zu verlassen.
Nicht das erste Mal
Das so eine tierische Unterbrechung vorkommt, ist nicht alltäglich, passiert aber immer. Gerade im Bereich von Gewässern verirren sich Schwäne, wie auch ein Fall aus Floridsdorf aus dem Frühjahr zeigt. Mehr dazu unten.
- Im Juni 2023 waren auf der Schnellbahnstrecke beim Bahnhof Meidling plötzlich Lamas unterwegs.
- Foto: ÖBB
- hochgeladen von Antonio Šećerović
Damals verirrte sich ein Federvieh auf die U6-Trasse. Besonders kurios war aber auch ein Fall von der Schnellbahnstrecke bei Meidling aus dem Juni 2023. Damals verirrten sich von einem Zirkus ausgebüxte Lamas auf die Trasse. Auch dazu mehr unten.
In allen Fällen konnten die Tiere gerettet werden, damit haben solche Ausflüge dank der raschen Reaktion des Bahnpersonals meist ein Happy End.
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