Leopoldstadt
Links kritisiert Durchzugsverkehr trotz Verbot in Bruno-Marek-Allee
- In der Bruno-Marek-Allee ist im Bereich zwischen Am Tabor und Walcherstraße die Durchfahrt eigentlich verboten.
- Foto: Johannes Reiterits
- hochgeladen von Johannes Reiterits
Grundsätzlich gilt auf der Bruno-Marek-Allee im Bereich zwischen Am Tabor und der Walcherstraße ein Fahrverbot für den KFZ-Verkehr. Laut der Partei Links würde die Abkürzung dennoch regelmäßig genutzt, weshalb man zusätzliche Maßnahmen fordert. Die zuständige Magistratsdirektion sieht dazu wiederum keinen Anlass.
WIEN/LEOPOLDSTADT. Wer in der Bruno-Marek-Allee unterwegs ist, dem fällt auf: Hier herrscht selten ein großes Verkehrsaufkommen, der Straßenwechseln ist für Fußgängerinnen und Fußgänger in der Regel ohne große Probleme möglich. Dennoch: Das ein oder andere Auto verirrt sich in die Straße im Nordbahnviertel.
Dabei gilt auf der Allee im Bereich zwischen Am Tabor und der Walcherstraße ein Durchfahrtsverbot für den KFZ-Verkehr. Ausgenommen sind Taxis und Busse sowie Benutzerinnen und Benutzer der Parkgarage, welche sich am Nordende der Verbotszone befindet. Da sich jeder mit einer Durchfahrt einen großen Umweg erspart sind laut der Wahrnehmung von Links auch regelmäßig andere Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer auf der Allee zu finden – trotz Verbot.
Bäume als Modal Filter
Links forderte per Antrag daher sogenannte Modal Filter anzubringen, um den letzten Durchzugsverkehr zu unterbinden. Dieser würde gerade wegen fehlender baulicher Beschränkungen nicht behindert und das Ignorieren des Fahrverbots dadurch nicht erschwert. Auch punktuelle Kontrollen vor Ort seien laut Links nicht ausreichend.
- Links versperrte zumindest für einen Tag die Durchfahrt in dem Bereich.
- Foto: Links
- hochgeladen von Luca Arztmann
Unter Modal Filter versteht man grundsätzlich Poller oder Ähnliches, die eine Durchfahrt für den Regelverkehr verhindern, aber Einsatzfahrzeuge, Radlerinnen und Radler sowie Fußgängerinnen und Fußgänger nicht behindert. Links entschied sich bei einer Versammlung vor Ort für Bäume als Sperre, die den Autos den Weg zumindest temporär versperrten.
Magistrat sieht kein Problem
Abseits der Aktion von Links dürften aber keine Modal Filter in der Allee angebracht werden. Die zuständige MA 46 – Verkehrsorganisation sieht dazu keinen Anlass, da ein Wendebereich für Busse in dem Bereich fehlt und diese dann zum Umzukehren auf den Gehsteig ausweichen müssten.
Zudem liegen dem Magistrat keine Beschwerden vor und bei Ortsbegehungen sind keine Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Zu guter Letzt wird aktuell ein Schienenersatzverkehr in dem Bereich für die S-Bahn-Sommersperre der ÖBB zwischen Floridsdorf und Praterstern durchgeführt.
Links-Bezirksrätin Anne Glatt hält der MA 46-Antwort entgegen, dass sie sehr wohl Beschwerden von Anrainerinnen und Anrainern gehört hat. Es gibt aber noch eine weitere Chance auf Verkehrsberuhigung in diesem Bereich. Im Zuge der Nachbegrünung des Nordbahnviertels soll in der Allee zwischen Am Tabor und Walcherstraße "großflächig entsiegelt" werden. Die angekündigten Maßnahmen sollen bis zum Jahr 2028 umgesetzt werden, MeinBezirk berichtete, siehe unten.
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