Online unsichtbar
Warum Wiens beste Betriebe bei Google unsichtbar sind

Foto: Mit Ki erstellt oder bearbeitet.

Wer heute einen Friseur, ein Lokal oder einen Installateur in der Nähe sucht, fragt zuerst Google. Trotzdem verschenken viele Wiener Betriebe dort Kunden, oft wegen Kleinigkeiten, die sich in wenigen Minuten beheben lassen.

WIEN. Das Google-Unternehmensprofil ist für viele Betriebe die wichtigste Visitenkarte im Netz. Es erscheint bei Suchanfragen wie „Friseur Leopoldstadt“ oder „Pizza in der Nähe“ direkt in Google Maps, noch vor jeder Website. Der Wiener Online-Marketing-Berater Matthias Poczesniok sieht dabei immer wieder dieselben Fehler. „Viele Betriebe haben ausgezeichnete Bewertungen, werden aber trotzdem kaum gefunden. Meistens liegt es an Kleinigkeiten, die jeder selbst beheben kann“, sagt er.

1. Falsche Öffnungszeiten

Nichts verärgert Kunden mehr als eine verschlossene Tür, obwohl Google „geöffnet“ anzeigt. Besonders an Feiertagen, im Sommerurlaub oder zwischen Weihnachten und Neujahr sollten Sonderöffnungszeiten eingetragen werden.

2. Unbeantwortete Bewertungen

Bewertungen sind für viele Kunden das wichtigste Entscheidungskriterium. Wer auf Lob kurz dankt und auf Kritik sachlich reagiert, zeigt, dass ihm Kunden wichtig sind. Das gilt besonders für negative Bewertungen: Eine ruhige, freundliche Antwort wirkt oft vertrauenswürdiger als gar keine.

3. Veraltete oder fehlende Fotos

Profile mit aktuellen Fotos von Geschäft, Team und Produkten werden deutlich häufiger angeklickt. Ein Handyfoto bei gutem Licht reicht völlig aus, wichtig ist, dass es echt und aktuell ist.

4. Die falsche Kategorie

Ob „Reinigungsdienst“, „Gebäudereinigung“ oder „Hausmeisterservice“: Die gewählte Hauptkategorie entscheidet mit, bei welchen Suchanfragen ein Betrieb erscheint. Es lohnt sich, auch passende Zusatzkategorien zu ergänzen.

5. Keine Beschreibung mit Bezirk

Viele Profile haben keine oder nur eine sehr kurze Beschreibung. Dabei sollte dort in ganzen Sätzen stehen, was der Betrieb anbietet und wo, also etwa „Fußpflege in 1020 Wien Leopoldstadt“. So versteht auch Google, für welche Suchanfragen das Profil relevant ist.

6. Unterschiedliche Daten im Netz

Steht auf der Website eine andere Telefonnummer oder Adresse als bei Google, Facebook oder in Branchenverzeichnissen, verunsichert das Kunden und Suchmaschinen gleichermaßen. Ein kurzer Abgleich aller Einträge schafft Klarheit.

7. Das Profil wird nie aktualisiert

Google bevorzugt aktive Profile. Regelmäßige Beiträge zu Neuigkeiten, saisonalen Angeboten oder neuen Leistungen zeigen, dass der Betrieb lebt. Schon ein Beitrag alle zwei Wochen macht einen Unterschied.

Der einfachste Test

„Googeln Sie Ihren eigenen Betrieb einmal so, wie es ein Kunde tun würde, am besten am Handy“, rät Matthias Poczesniok. „Was dabei auffällt, ist meistens schon die halbe Lösung.“ Das eigene Profil lässt sich kostenlos über Google Unternehmensprofil verwalten.

Matthias Poczesniok berät mit Social Bunny Marketing kleine Betriebe in Wien zu Online-Sichtbarkeit und erstellt Websites schon ab nur 29€ pro Monat.

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