03.07.2017, 10:09 Uhr

Neue Straßbenbahnlinie verbindet Leopoldstadt und Brigittenau

Ab 2022 soll die Linie 12 vom Franz-Josef-Bahnhof bis zur Messe fahren.

Ab 2020 sollen die Bauarbeiten für die neue Straßenbahnlinie 12 losgehen. Die Linie wird Nordbahnhof und Nordwestbahnhof. Die neue Linie soll ab 2022 den Betrieb aufnehmen.

LEOPOLDSTADT/BRIGITTENAU. Das Wiener Öffi-Netz wird laufend ausgebaut. Auch dieses Jahr präsentierten Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou und Umweltstadträtin Ulli Sima die neuen Pläne rund um den Ausbau der Öffis.

Es fehlten allerdings einige Projekte: Jenseits der Donau und am Nordbahnhofgelände geschieht laut Präsentation nichts. Bei der Vorstellung wurden aber bewusst alle Projekte ab Baustart 2020 ausgelassen. Fakt ist: In der Leopoldstadt wird einiges passieren. Die Stadtentwicklungsgebiete Nordbahnhof und Nordwestbahnhof in der benachbarten Brigittenau sollen mit einer neuen Straßenbahnlinie erschlossen werden. „Der 12er ist für die Leopoldstadt und für die Stadterweiterungsgebiete Nordbahnhof und Nordwestbahnhof besonders wichtig. Angebunden an drei U-Bahnen und die Schnellbahn bringt der 12er die Bevölkerung rasch in die Innenstadt, aber auch in den Prater und auf die Donauinsel", so Bezirkschefin Uschi Lichtenegger.

Schulterschluss 2/20

Grob gesagt wird die neue Linie vom Franz-Josefs-Bahnhof über den Wasserturm bis zur Messe fahren. Dazwischen liegt noch ein Stopp bei der U-Bahn-Station Vorgartenstraße. Für die neue Linie werden auch viele bereits bestehende Gleisabschnitte übernommen. Der "12er" soll abschnittsweise auf den Gleisen der Linie 31 verkehren, um dann auf Höhe der Rauscherstraße den Nordwestbahnhof zu durchqueren. Damit ist auch die Anbindung an die S-Bahn-Station Traisengasse gewährleistet.

Weiter geht es dann entlang der Donau Richtung Vorgartenstraße und weiter bis zur Messe. Damit wäre die neue Linie an die U1, U2, U4 und an die S-Bahn angeschlossen. Dieser Punkt war auch ein Hauptkriterium bei den Vorstellungen des zweiten Bezirks. Die derzeitige Schätzung der Kosten für die neue Linie beträgt etwa 45 Millionen Euro.

36.000 Bewohner

Die Stadtentwicklungsgebiete Nordbahnhof und Nordwestbahnhof sind zwei der größten Entwicklungsgebiete Wiens. Beim Endausbau sollen auf den beiden Flächen rund 36.000 Menschen wohnen und die gleiche Menge an Arbeitsplätzen vorhanden sein. Erst durch die Entfernung der Güterbahnhöfe fallen die letzten Barrieren zwischen der Leopoldstadt und Brigittenau. Entsprechend viele Fahrgäste erwarten sich die Wiener Linien. Damit hängt auch die Errichtung der Bimlinie zusammen. Erst wenn die Hindernisse entfernt werden und der Bau eine entsprechende Form angenommen hat, können die Straßen samt den Gleisen gebaut werden.
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