Bezirk Lilienfeld: Promis veranstalten Massaker in Wildsaugehege: "Das hat mit Jagd nichts zu tun"

Wildschweine überqueren auf ihrer Futtersuche eine bereits kahlgefressene Lichtung im viel zu kleinen Revier.
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  • Wildschweine überqueren auf ihrer Futtersuche eine bereits kahlgefressene Lichtung im viel zu kleinen Revier.
  • hochgeladen von Oswald Hicker

KAUMBERG (mg). Die Szenerie erinnert an eine Mondlandschaft. Die Vegetation wirkt abgestorben. Kein Wunder, 500 Wildschweine sind in einem viel zu kleinen Revier eingesperrt. Ein zwei Meter hoher Zaun hält sie gefangen. In ihrer Not wühlen die Tiere auf der Suche nach Futter den Boden auf und fressen an Bäumen. Zwei alte Silos dienen als Futterautomat.

Kugeln statt Futter

Auch an diesem Tag kommen Menschen. Die Wildschweine stört das nicht, sie sind beinahe schon zutraulich. Doch an diesem einen Tag im Jahr wird kein Futter nachgefüllt. Es wird geschossen. Eine Gesellschaft, angeführt von Ex-ÖVP-Finanzminister Josef Pröll, Alfons Mensdorff-Pouilly (bekannt aus dem Eurofighter-Ankauf) und einigen hochrangigen Bankern, bezieht Stellung. Was dann folgt, kann man laut einem Jäger aus dem benachbarten Revier als Gemetzel bezeichnen.

Die 500 Wildschweine haben in dem viel zu kleinen Areal keine Fluchtmöglichkeit. In Todesangst laufen sie herum. Einige sterben sofort, doch viele werden nur angeschossen und erliegen nach einem tagelangen Todeskampf qualvoll ihren schweren Verletzungen. Insgesamt erlegt die Jagdgesellschaft 93 der 500 Tiere.

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