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Feuer, Flammen, Rauch steigt in die Luft. Schnell wählen wir 122 – aber was passiert dann eigentlich? MeinBezirk Lilienfeld hat nachgefragt und einen Blick in die Bereichsalarmzentrale geworfen. Dort laufen alle Fäden zusammen – vom ersten Notruf und der Alarmierung bis zum Ausrücken der Feuerwehrleute. Und so läuft das im Bezirk Lilienfeld ab.
NÖ/LILIENFELD. „Notruf Feuerwehr, wo genau ist der Notfallort?“ – dieser Satz ist für viele Menschen der erste Kontakt, wenn sie die 122 wählen. Doch was passiert danach? MeinBezirk Lilienfeld durfte hinter die Kulissen der Bereichsalarmzentrale (BAZ) St. Pölten blicken und selbst einen Testnotruf absetzen.
„Meine Nummer und mein genauer Standort wurden sofort angezeigt“, erzählt Redakteurin Martina Schweller nach dem Versuch. Moderne Technik unterstützt die Disponenten bei ihrer Arbeit. Jeder Notruf wird aufgenommen, die Lage eingeschätzt und anschließend die zuständige Feuerwehr alarmiert.
MeinBezirk Lilienfeld besuchte die Feuerwehr St. Pölten.
Ruhe bewahren und die wichtigen Informationen weitergeben
„Wichtig ist, ruhig zu bleiben und die Fragen des Disponenten genau zu beantworten“, erklärt Karin Wittmann von der BAZ St. Pölten. Entscheidend sind vor allem der genaue Einsatzort, die Art des Notfalls und ob Menschen oder Tiere betroffen sind. „Auch wenn jemand am anderen Ende der Leitung panisch ist, müssen wir ruhig bleiben. Jeder Notruf zählt.“
Die Bereichsalarmzentrale St. Pölten ist für die Bezirke St. Pölten-Stadt, St. Pölten-Land und Lilienfeld zuständig und rund um die Uhr besetzt. Normalerweise ist ein Disponent im Dienst. Bei Großereignissen wie dem Hochwasser 2024 können bis zu drei Arbeitsplätze gleichzeitig besetzt werden. Damals unterstützten zusätzlich bis zu zehn Personen in der BAZ sowie weitere Kräfte im Bezirksführungsstab.
Im vergangenen Jahr wurden von der BAZ St. Pölten 10.318 Disponierungen durchgeführt. Dazu zählen neben Notrufen und Alarmierungen auch eigenständige Einsätze und Dienstfahrten der Feuerwehren. Zusätzlich werden automatische Brandmeldeanlagen in Betrieben, öffentlichen Gebäuden und Bildungseinrichtungen betreut.
Bei Großschadenslagen sorgt das Einsatzleit- und Kommunikationssystem „ELKOS“ für eine enge Vernetzung der niederösterreichischen Alarmzentralen. „Dadurch können wir uns gegenseitig unterstützen und Notrufe bei hoher Auslastung weitergeben“, erklärt Wittmann. In Niederösterreich gibt es zwölf dauerhaft besetzte sowie zehn fallweise besetzte Alarmzentralen.
Verstärkung im Katastrophenfall
Auch im Bezirk Lilienfeld gibt es eine eigene Alarmzentrale, die jedoch nicht dauerhaft besetzt ist. EHBI Christian Teis, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Dokumentation, erklärt: „Bei Katastrophen wie Hochwasser oder Sturm wird die BAZ durch ausgebildete Disponenten besetzt.“
EHBI Christian Teis
BSB Öffentlichkeitsarbeit & Dokumentation
Das passiert etwa dann, wenn die BAZ St. Pölten aufgrund vieler Einsätze Unterstützung benötigt oder die örtliche Nähe zum Geschehen Vorteile bringt. Nebenan nimmt der Bezirksführungsstab seine Arbeit auf und koordiniert den Großeinsatz sowie die Kommunikation mit Einsatzkräften, Bezirkshauptmannschaft und Landesführungsstab.
Regelmäßig wird die Alarmzentrale auch bei Übungen und Schulungen besetzt, damit im Ernstfall jeder Handgriff sitzt.
"Unsere Bezirksalarmzentrale (BAZ) befindet sich im Obergeschoß des Feuerwehrhauses der FF Traisen Markt und wird derzeit umgebaut und modernisiert", erklärt Teis.
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