10.11.2016, 07:42 Uhr

Nikolo kämpft um seinen Platz

Die jungen Ramsauer lassen sich den Nikolo nicht nehmen. (Foto: K. Spendlhofer)

Sollen Kreuze, Martinsfeiern und der Nikolo aus Schulen im Bezirk verschwinden? Ein Lokalaugenschein.

BEZIRK LILIENFELD. Kreuze sollten als religiöse Symbole aus Schulklassen verschwinden, Bildungsministerin Hammerschmid machte nun aber einen Rückzieher. Auch religiöse Feiern wie der Martinsumzug am kommenden 11. November (Laternenfest) oder die Nikolofeier stehen immer wieder in der Kritik. Die Bezirksblätter befragten Schuldirektoren aus dem Bezirk Lilienfeld, ob der Heilige Martin und Nikolaus bleiben dürfen oder verbannt werden.

"Enfernung nicht sinnvoll"
"An unserer Schule stellt sich diese Frage nicht, da die Mehrheit unserer Schüler einem christlichen Religionsbekenntnis angehört. Das Anbringen von Kreuzen in den Klassenräumen ist in diesem Fall gesetzlich geregelt. Ich verstehe aber, dass in Schulen mit anderen Voraussetzungen über dieses Thema diskutiert wird. Diesen Schulen würde ich eine schulautonome Entscheidung zubilligen", meint Gertrude Etz, Direktorin der Neuen Mittelschule St. Veits, "ich sehe die Entfernung eines religiösen Symbols nicht als sinnvolle Lösung - Schule hat die Aufgabe, Kindern und Jugendlichen einen weltoffenen Umgang mit religiöser Vielfalt zu vermitteln".
Ein ähnliches Bild in der Bezirkshauptstadt. "Die Mittelschule Lilienfeld geht mit der Diskussion über religiöse Fragen sehr sachlich und unaufgeregt um. Einerseits werden wir auch in Zukunft unsere kulturellen und religiösen Bräuche beibehalten und pflegen. Andererseits ist es aber abseits der Religion unbedingt erforderlich, dass allen Schülern die Werte unseres Zusammenlebens in den verschiedenen Bereichen des gesellschaftlichen Zusammenlebens vermittelt werden", erklärt Martin Simader, Direktor der Neuen Mittelschule Lilienfeld.
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